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    Hass-Mail an Augsburger OB nach Gewalttat - Mann vor Gericht

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    Deutschland,

    Die Gewalttat am Augsburger Königsplatz sorgte für viele Schlagzeilen. Der Oberbürgermeister von Augsburg erhielt in der Folge zahlreiche Hass-Nachrichten. Wegen einer Traueranzeige. Dies hat nun ein Nachspiel.

    Mitglieder der Berufsfeuerwehr trauern nach der Gewalttat am Königsplatz in Augsburg. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archiv
    Mitglieder der Berufsfeuerwehr trauern nach der Gewalttat am Königsplatz in Augsburg. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archiv - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach dem Gewaltverbrechen vom Nikolaustag 2019 am Augsburger Königsplatz ist der damalige Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) mit zahlreichen Hass-Nachrichten konfrontiert worden.

    Erstmals muss sich nun am heutigen Donnerstag ein mutmasslicher Absender vor dem Augsburger Amtsgericht wegen Beleidigung verantworten. Hintergrund der Angriffe auf den Rathauschef war damals eine Formulierung aus der Traueranzeige, die der OB für den getöteten Augsburger Feuerwehrmann aufgegeben hatte.

    Der 49 Jahre alte städtische Mitarbeiter hatte am 6. Dezember eine Auseinandersetzung mit mehreren Jugendlichen. Ein 17-Jähriger soll den Mann dabei mit einem einzigen Faustschlag umgebracht haben. Der Fall hatte damals wochenlang für Schlagzeilen gesorgt. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den 17-Jährigen inzwischen Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge erhoben, ein Prozesstermin ist noch nicht bekannt.

    In der Traueranzeige hatte Gribl geschrieben, dass der Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr «durch einen tragischen Vorfall» gestorben sei. In der Folge war Gribl deswegen in den sozialen Netzwerken und per E-Mails wegen angeblicher Verharmlosung der Tat scharf kritisiert worden.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gab es auch nahezu 30 Nachrichten, die auf strafrechtliche Relevanz geprüft wurden. Der 61-Jährige, der nun vor Gericht angeklagt ist, soll in einer Mail bezüglich des Oberbürgermeisters von «Mainstreamgeile- Linksversiffte Idioten» geschrieben und Gribl als Kriminellen bezeichnet haben.

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