Grosse Drogenfunde an Häfen in Deutschland und den Niederlanden
Zollfahnder in Deutschland und den Niederlanden haben Rekordmengen an Drogen sichergestellt.

Im Hamburger Hafen entdeckte der Zoll 400 Kilogramm Heroin bei der Kontrolle eines Containers. Das Rauschgift sei in Papierrollen für die Druckindustrie versteckt gewesen, teilte das Zollfahndungsamt Hannover mit.
Der Container aus Singapur sei bereits am 5. Dezember in einer Röntgenanlage kontrolliert worden. Aus ermittlungstaktischen Gründen seien diese Informationen erst jetzt herausgegeben worden.
Es handele sich um eine der grössten Einzelsicherstellungen an Heroin in Deutschland in den vergangenen Jahren, hiess es. Das Rauschgift war in 400 Einzelpakete verpackt. Die Drogenmenge hatte den Angaben zufolge einen Strassenverkaufswert von rund 32 Millionen Euro (29,5 Millionen Franken). Im gesamten Jahr 2024 waren in Deutschland laut Bundeskriminalamt rund 144 Kilogramm Heroin sichergestellt worden.
Nach intensiven Ermittlungen durchsuchten Zollfahnder am 21. Januar mehrere Wohn- und Geschäftsräume in Bremen, Bremerhaven und Osterholz-Scharmbeck (bei Bremen). Dabei seien elektronische Beweismittel sichergestellt worden, die nun ausgewertet würden, hiess es weiter.
Im Hafen von Rotterdam in den Niederlanden waren Ermittler ebenfalls erfolgreich. Sie entdeckten fast 5.000 Kilogramm Kokain, verpackt in mehr als 4.800 Einzelpaketen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Drogen waren demnach in einer Ladung Elektromagneten versteckt und hatten einen Verkaufswert von rund 250 Millionen Euro. Drei Verdächtige seien festgenommen worden.
Es war nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine der grössten Einzellieferungen, die jemals in den Niederlanden beschlagnahmt wurde. Im gesamten vorigen Jahr hatten Zollfahnder im Rotterdamer Hafen etwa 11.500 Kilogramm Kokain entdeckt.






