Grossbritannien: Russland scheitert mit Winteroffensive in der Ukraine

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    Grossbritannien,

    Russland wollte mit seiner Winteroffensive die Donbass-Region einnehmen. Laut dem britischen Geheimdienst ist das Projekt gescheitert.

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    Panzer an der Front nahe der kleinen Bergbaustadt Wuhledar an der östlichen Frontlinie der Ukraine. - Uncredited/Ukrainian Armed Forces/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russland soll mit seiner Offensive im Donbass scheitern, so der britische Geheimdienst.
    • Es habe bei hohen Verlusten für die Russen nur minimale Gewinne gegeben.
    • Währenddessen bremsen Schneefälle die russischen Angriffe in Bachmut aus.

    Russlands Bemühungen um eine stärkere militärische Kontrolle über die ostukrainische Donbass-Region sind nach britischen Angaben gescheitert. Seit der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow Mitte Januar das Kommando über die «militärische Spezialoperation» gegen die Ukraine übernommen habe, sei dessen Amtszeit von dem Versuch einer allgemeinen Winteroffensive geprägt gewesen, schrieb das britische Verteidigungsministerium am Samstag in seinem regelmässigen Geheimdienst-Update.

    «Projekt ist gescheitert»

    Ziel dieser Offensive sei gewesen, die russische Kontrolle über die gesamte Donbass-Region auszudehnen. «Nach 80 Tagen ist zunehmend erkennbar, dass dieses Projekt gescheitert ist», erklärten die Briten.

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    Ukrainische Panzer auf einer schneebedeckten Strasse am 18. Januar 2015. (Archiv) - keystone

    Die russischen Streitkräfte an der Front in der Region hätten bei hohen Verlusten nur minimale Gewinne verzeichnen können. Damit hätten sie den vorübergehenden personellen Vorteil durch die russische «Teilmobilisierung» des vergangenen Herbsts weitgehend verspielt.

    Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine veröffentlicht das britische Verteidigungsministerium täglich Updates zum Kriegsverlauf. Unter Berufung auf Geheimdienstinformationen will die britische Regierung damit sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor.

    Russische Angriffe bei Bachmut ausgebremst – auch durch Schneefälle

    Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben weitere Angriffe auf die seit Monaten umkämpfte Stadt Bachmut abgewehrt. «In den vergangenen 24 Stunden haben unsere Verteidiger gegnerische Attacken im Bereich der Ortschaften Bohdaniwka und Iwaniwske zurückgeschlagen», teilte der ukrainische Generalstab am Samstag mit. Beide Ortschaften liegen an wichtigen Zufahrtsstrassen nach Bachmut. Schon zuvor hatten russische Quellen von massiven Schneefällen berichtet, die das Vorankommen der angreifenden Truppen beeinträchtigten.

    Bachmut Ukraine-Krieg
    Um Bachmut tobt seit Monaten die bisher längste Schlacht im Ukraine-Krieg. - keystone

    «Die Verschlechterung des Wetters erschwert die Führung aktiver Handlungen», klagte der russische Militärexperte Boris Roschin in der Nacht zum Samstag.

    Auf Bildern und Videos aus der Gegend ist massiver Schneefall und eine dicke Schneedecke zu sehen. Das Wetter ist ein wichtiger Faktor im Kriegsgeschehen. So wird in den kommenden Wochen auch eine ukrainische Gegenoffensive erwartet. Dazu müssen Experten zufolge aber zunächst einmal die Böden trocknen, weil die schweren Militärfahrzeuge sonst teils im Schlamm steckenbleiben könnten.

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