Grippevirus H3N2: Was macht die Mutation so gefährlich?
Das neue Grippevirus H3N2-Subklade K breitet sich rasant aus. Experten warnen vor früher und heftiger Grippesaison mit erhöhter Ansteckungsgefahr.

Das mutierte Grippevirus H3N2-Subklade K zeigt eine besorgniserregende Dynamik in seiner Verbreitung in Europa. Diese Variante demonstriert eine deutlich erhöhte Übertragungsrate im Vergleich zu herkömmlichen Influenza-Stämmen.
Besonders auffällig ist der ungewöhnlich frühe Beginn der diesjährigen Grippesaison, der Experten aufhorchen lässt. Das neue Grippevirus scheint traditionelle saisonale Muster zu durchbrechen und bereits im Herbst für steigende Infektionszahlen zu sorgen.
In verschiedenen europäischen Ländern etabliert sich die Subklade K bereits als dominierender Stamm der aktuellen Grippewelle, so «N-TV».
Charakteristische Krankheitszeichen des Grippevirus H3N2
Die Symptomatik der H3N2-Subklade K ähnelt grundsätzlich anderen Grippevirus-Infektionen, weist jedoch einige Besonderheiten auf. Betroffene entwickeln typischerweise plötzlich einsetzendes hohes Fieber, begleitet von intensiven Muskelschmerzen und starkem Husten.
Mediziner beobachten zusätzlich vermehrt gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen bei Patienten, berichtet der «WDR». Der Krankheitsverlauf zeigt sich oft intensiver als bei gewöhnlichen Grippevirus-Erkrankungen, wobei die Gefahr von Lungenentzündungen erhöht erscheint.
Wirksamkeit aktueller Impfstoffe gegen das Grippevirus
Die Grippeimpfstoffe bieten gegen das H3N2-Subklade K Grippevirus nur eingeschränkten Schutz, da sie nicht für diese Mutation entwickelt wurden. Dennoch empfehlen Gesundheitsexperten weiterhin die Immunisierung gegen das Grippevirus, da auch ein reduzierter Schutz besser ist als gar keiner.

Studien aus Grossbritannien zeigen, dass die Grippevirus-Impfung trotz der Mutation schwere Krankheitsverläufe signifikant reduzieren kann. Bei Kindern erreicht der Impfschutz gegen das neue Grippevirus immer noch Werte zwischen 70 und 75 Prozent.
Die Schutzwirkung bei Erwachsenen liegt zwar niedriger, verhindert aber dennoch etwa 30 bis 40 Prozent der Krankenhausaufenthalte durch das Grippevirus. Laut «Südwest Presse» stellt die Impfung nach wie vor die wichtigste Präventionsmassnahme gegen das mutierte Grippevirus dar.
Besonders gefährdete Gruppen beim neuen Grippevirus
Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren zeigen eine erhöhte Anfälligkeit für das neue Grippevirus. Daten aus Australien belegen, dass etwa jede dritte bestätigte Grippevirus-Infektion diese Altersgruppe betrifft.
Ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen tragen ebenfalls ein erhöhtes Risiko für schwere Komplikationen durch das Grippevirus. Die verminderte Immunität der Bevölkerung gegen diesen spezifischen Grippevirus-Stamm verstärkt die Gefährdung vulnerabler Gruppen.

Schwangere, medizinisches Personal und chronisch Kranke sollten besonders auf Präventionsmassnahmen gegen das Grippevirus achten und sich umgehend impfen lassen.
Präventionsstrategien gegen das Grippevirus
Neben der Grippevirus-Impfung bleiben bewährte Hygienemassnahmen das wichtigste Instrument zur Infektionsvermeidung. Regelmässiges Händewaschen, das Tragen von Masken in Menschenansammlungen und konsequentes Lüften von Innenräumen reduzieren das Grippevirus-Ansteckungsrisiko erheblich.
Bei ersten Krankheitssymptomen sollten Betroffene zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Personen meiden. Diese Massnahme verhindert die weitere Ausbreitung des Grippevirus und schützt besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen.
Wer sich nach drei Tagen nicht besser fühlt oder schwere Symptome entwickelt, sollte unbedingt ärztliche Hilfe suchen. Laut «N-TV» ist die frühzeitige medizinische Betreuung bei Grippevirus-Infektionen entscheidend für einen günstigen Krankheitsverlauf.








