Golf-Airlines nehmen Betrieb nach Zürich teilweise wieder auf

Keystone-SDA
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Bern,

Rund eine Woche nach Ausbruch des Iran-Krieges haben erste Airlines aus der Golfregion ihre Flüge nach Zürich teilweise wieder aufgenommen. Tausende Schweizer Reisende sitzen aber weiterhin in der Region fest.

Flughafen Zürich
Ein Flugzeug landet in der Abenddämmerung am Flughafen Zürich Kloten auf der Piste 14. - keystone

Die Fluggesellschaft Emirates flog bereits am Donnerstagabend ein erstes Mal von Dubai nach Zürich, wie die Einsatzzentrale des Flughafens Zürich auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Freitag sagte. Ein in Zürich gestrandetes Flugzeug war zuvor ohne Passagiere nach Dubai zurückgeflogen. Eine Maschine der Qatar-Airways befand sich hingegen weiterhin in Zürich.

Auch Etihad Airways wollte den Flugbetrieb wieder aufnehmen. Ein Flieger aus Abu Dhabi sollte am Freitagabend in Zürich landen. Vorerst sei eine tägliche Abendrotation mit einer Boeing Dreamliner vorgesehen, hiess es beim Flughafen Zürich. Normalerweise bedient die Airline die Strecke dreimal täglich. Die Entscheidung zur Wiederaufnahme der Flüge sei nach einer ausführlichen Sicherheitsprüfung erfolgt, teilte Etihad mit.

Die Fluggesellschaft Edelweiss erhöhte in Absprache mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) die Kapazität auf ihren regulären Flügen vom Samstag von Maskat und Salalah nach Zürich. Das EDA prüfe weitere Optionen, um blockierte Schweizer Staatsangehörige zu unterstützen, hiess es auf Anfrage.

Ein erster Sonderflug der Swiss mit 211 Schweizer Reisenden aus Muskat war am Donnerstagnachmittag in Zürich gelandet. Konkrete Pläne für einen weiteren Sonderflug gebe es zurzeit nicht, teilte die Swiss mit.

Laut EDA sind rund 5200 Personen in der Travel-Admin-App registriert. Die Schweizer Botschaft in Teheran bleibe derweil offen, teilte das EDA auf Anfrage mit. Sechs Schweizer und 18 lokale Mitarbeitende seien weiterhin dort tätig. Vier Schweizer Mitarbeitende hatten den Iran bereits am 3. März verlassen. Italien hatte seine Botschaft am Donnerstag vorübergehend geschlossen.

Der Iran-Krieg war auch Thema der Bilanzmedienkonferenz der Swiss. Dessen Folgen seien noch nicht voll abschätzbar, sagten die Verantwortlichen in Kloten. Durch die Schliessung von Lufträumen blieben aktuell nur noch zwei schmale Flugkorridore nach Asien, einer über die Türkei und Aserbaidschan, der andere über Saudi-Arabien. Sorgen bereite der Beschuss von aserbaidschanischem Territorium.

Auch die finanziellen Auswirkungen von einer Woche Krieg seien schwierig zu beziffern. Die Nachfrage nach Flugtickets nach Asien sei durch den Ausfall der Golf-Airlines gestiegen, was zu höheren Ticketpreisen führe. Gleichzeitig fielen die Flüge nach Tel Aviv und Dubai weg. Sollte der seit vergangener Woche um 50 Prozent gestiegene Treibstoffpreis auf dem aktuellen Niveau bleiben, dürfte dies die Swiss einen dreistelligen Millionenbetrag zusätzlich kosten.

Vom Krieg und der Schliessung der Strasse von Hormus ist auch die zivile Schifffahrt betroffen: Mehrere Kreuzfahrtschiffe setzten ihre Reise nicht fort, darunter die «MSC Euribia» der Schweizer Reederei MSC mit rund 1500 Gästen an Bord, die in Dubai festsass.

Bis Freitagmorgen seien bereits sieben Flüge mit Gästen abgeflogen, teilte MSC Cruises mit. Dafür seien Charterflüge organisiert und Sitze in Linienflügen gesichert worden. «Wir haben noch einige Gäste an Bord, aber wir arbeiten hart daran, ihre sichere Ausreise aus der Region zu gewährleisten», liess sich MSC-Cruises-Chef Pierfrancesco Vago zitieren. Mindestens zwei weitere Kreuzfahrtschiffe von Tui Cruises waren ebenfalls in der Region blockiert.

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