Goldener Löwe in Venedig für dänische Regisseurin

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Die dänische Regisseurin May el-Toukhy ist für ihren Film «Woman Unknown» mit dem Goldenen Löwen des Filmfestivals Venedig ausgezeichnet worden. Das gab die Jury bekannt. Zudem gewann die Hauptdarstellerin des Films, Mathilde Arcel, den Preis als beste Schauspielerin.

    ARCHIV - Regisseurin May el-Toukhy posiert auf dem roten Teppich für die 83. Ausgabe der Filmfestspiele von Venedig. Foto: Alessandra Tarantino/Invision/AP/dpa
    ARCHIV - Regisseurin May el-Toukhy posiert auf dem roten Teppich für die 83. Ausgabe der Filmfestspiele von Venedig. Foto: Alessandra Tarantino/Invision/AP/dpa - Keystone/Invision/AP/Alessandra Tarantino

    Die zweitwichtigste Auszeichnung der Filmfestspiele, der Grosse Preis der Jury, ging an «Possible Love» von Lee Chang-dong. Der Dokumentarfilm «NAZA» von Yuval Abraham und Rachel Szor über die israelischen Luftangriffe im Gazastreifen gewann den Spezialpreis der Jury.

    Zum achten Mal in der Geschichte gewinnt eine Frau den Löwen

    Die 49-jährige May el-Toukhy ist die erst achte Frau, die in der Geschichte der Filmfestspiele den Goldenen Löwen gewonnen hat. Im diesjährigen Wettbewerb waren von 21 Filmen nur zwei von Frauen, was die Jury-Präsidentin Maggie Gyllenhaal als strukturelles Problem beschrieben hatte.

    Das Historiendrama «Woman Unknown» erzählt von der jungen Dänin Marie, die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg vor der Hochzeit mit ihrem wohlhabenden Arbeitgeber steht. Ihr greifbar naher gesellschaftlicher Aufstieg wird jedoch durch ein Geheimnis bedroht: Während der Besatzungszeit hatte sie eine Affäre mit einem deutschen Soldaten. In der von Rache geprägten Nachkriegszeit setzt sie nun alles aufs Spiel, um ihre mühsam aufgebaute Existenz vor der Entlarvung zu schützen.

    John Malkovich als bester Schauspieler geehrt

    Der US-Amerikaner John Malkovich wurde als bester Schauspieler für den Film «Wild Horse Nine» ausgezeichnet. Der aus Russland stammende Ilja Chrschanowski, der heute unter anderem in Berlin lebt, bekam für «Dau» den Preis für die beste Regie. Für das beste Drehbuch wurde Regisseur und Drehbuchautor Stéphane Brizé für «Un bon petit soldat» geehrt, gemeinsam mit Coralie Amédéo und Olivier Gorce.

    Die 83. Filmfestspiele Venedig, die am 2. September begonnen hatten, zählen neben den Filmfestspielen in Cannes zu den bedeutendsten der Welt.

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    Kommentare

    User #3035 (nicht angemeldet)

    Sorry ich habe im Kino immer geschlafen, denn die haben dort extra solche bequemen Schlafsessel.

    User #2373 (nicht angemeldet)

    Holziger Löwe in Venedig für dänische Regisseurin

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