Giottos Franziskus-Fresken in Florenz erstrahlen in neuem Glanz
Giottos Freskenzyklus mit Szenen aus dem Leben des heiligen Franz von Assisi in der Bardi-Kapelle in Florenz erstrahlt nach einer vierjährigen Restaurierung wieder in neuem Glanz. Die Arbeiten haben den Blick auf die Malerei des Meisters geschärft und insbesondere deren expressive Intensität und revolutionäre Auffassung des Bildraums sichtbar gemacht.

Finanziert wurde die Restaurierung unter anderem vom italienischen Kulturministerium und von privaten Spendern.
Anlässlich des 800. Jahrestages des Todes des heiligen Franz von Assisi am 4. Oktober zeigen die sechs Szenen der Kapelle zentrale Momente seines Lebens. Die Restaurierung ermöglicht auch eine genauere Unterscheidung zwischen den technischen und stilistischen Eigenheiten der verschiedenen Maler, die unter Giottos Leitung an dem Zyklus arbeiteten.
Das nun wieder lesbarere Gesamtbild vermittelt einen besseren Eindruck von Giottos figurativer und räumlicher Erfindungskraft. Gleichzeitig bleiben die Spuren der wechselvollen Geschichte des Freskenzyklus sichtbar. Im frühen 18. Jahrhundert waren die Malereien mit Kalk überstrichen worden. 1851 wurden sie wiederentdeckt und restauriert. Eine weitere Restaurierung erfolgte zwischen 1957 und 1959.
In der ersten Phase der jüngsten Arbeiten wurden besonders gefährdete Bereiche gefestigt, schädliche Zerfallsprozesse eingedämmt sowie Ablagerungen entfernt. Fehlstellen wurden behutsam ergänzt und Eingriffe vorgenommen, um Giottos räumliche Komposition wieder unmittelbar erfassbar zu machen – ein zentraler Aspekt seiner revolutionären Erneuerung der Malerei.










