Giffey will raschen Neustart von internationalem Jugendaustausch nach Corona

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Belgien,

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will einen möglichst raschen Neustart von internationalen Jugendaustauschprogrammen nach der Corona-Pandemie.

Studierende in Madrid
Studierende in Madrid - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • EU-Kommissarin Gabriel: Junge Menschen besonders von Krise betroffen.

«Wir müssen jetzt in der EU gemeinsam dafür sorgen, dass junge Menschen sich auch in Zukunft begegnen können», sagte Giffey am Montag bei einer Videokonferenz mit EU-Kollegen. Auslandsaufenthalte für junge Menschen müssten «unmittelbar» wieder ermöglicht werden, sobald die Pandemie-Lage dies zulasse.

Mit der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus im Frühjahr sei der internationale Jugendaustausch etwa im Rahmen von Erasmus+ oder dem europäischen Freiwilligendienst «quasi über Nacht» zum Erliegen gekommen, sagte die Ministerin weiter. Das sei ein «tiefer Einschnitt» für viele junge Menschen gewesen.

«Junge Menschen wurden hart von der Krise getroffen», unterstrich auch EU-Jugend- und Bildungskommissarin Mariya Gabriel. Wegen schlechter Aussichten für Jobanfänger auf dem Arbeitsmarkt und Unterbrechungen von Schulausbildung und Studium verzeichneten sie derzeit «das niedrigste Niveau an Wohlbefinden» aller Altersgruppen.

Bei Austauschprogrammen sei es zwar gelungen, mit Online-Programmen Erfahrungsverluste für Teilnehmer «zu einem gewissen Grad» auszugleichen, sagte die bulgarische EU-Kommissarin. Aber gerade die Möglichkeit für Aufenthalte im Ausland mache die europäischen Mobilitätsprogramme «so einzigartig und prägend für das restliche Leben». «Die Idee muss sein, dass Teilnehmer ihren Austausch über virtuelle Mittel beginnen, aber sobald wie möglich selbst ins Ausland reisen können.»

Mit der richtigen finanziellen Ausstattung könnten die europäischen Jugendprogramme auch massgeblich zum wirtschaftlichen Wiederaufschwung beitragen, sagte Gabriel weiter. Zusätzlich geplante Haushaltsmittel für Bildungsprogramme in Höhe von 2,2 Milliarden Euro seien da «eine gute Nachricht». Die Pläne sind wegen des Vetos Ungarns und Polen im Streit um einen Rechtsstaatsmechanismus im EU-Haushalt allerdings noch ungewiss.

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