Genua: Verbliebene Pfeiler von Unglücksbrücke gesprengt

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    Italien,

    Vor zehn Monaten stürzte die Morandi Brücke in Genua (I) ein. 43 Menschen verloren ihr Leben. Nun wurden die letzten Pfeiler durch eine Sprengung beseitigt.

    Unglücksbrücke in Genua
    Am Freitag wurden die Pfeiler der Unglücksbrücke in Genua (i) gesprengt. - Twitter/@italiasingapore

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Morandi Brücke in Genua (I) wurde gesprengt.
    • Beim Einsturz vor fast einem Jahr starben 43 Menschen.

    Mehr als zehn Monate nach dem Einsturz der Morandi Brücke in Genua sind die beiden letzten Pfeiler gesprengt worden.

    Die Sprengung wurde am Freitag um 09.37 Uhr im Beisein der italienischen Vize-Regierungschefs Matteo Salvini und Luigi Di Maio ausgelöst. Die rund 4500 Tonnen schweren Beton- und Stahlkonstruktionen stürzten innerhalb von sieben Sekunden in sich zusammen.

    Zahlreiche Bewohner der italienischen Hafenstadt verfolgten das Schauspiel vor Ort. Der Sprengstoff war zuvor an den Sockeln der Pfeiler und dem verbliebenen Teil der Brücke angebracht worden. Wasserbehälter um die Pfeiler sollten einer zu starken Staubentwicklung entgegenwirken.

    Hier sehen Sie, wie die Morandi-Brücke in Genua (I) gesprengt wird.

    Für Morandi-Brücken-Sprengung 4000 Anwohner evakuiert

    Für die Sprengung mussten knapp 4000 Anwohner ihre in der Nähe gelegenen Häuser verlassen. Etwa 400 Sicherheitskräfte sollten Plünderungen in der zwischenzeitlich verlassenen Gegend verhindern.

    Die Abrissarbeiten hatten im Februar begonnen. Die viel befahrene, fast 1200 Meter lange Morandi Brücke war am 14. August auf einer Länge von 200 Metern eingestürzt.

    43 Menschen starben. Dutzende Menschen wurden verletzt, und zahlreiche Anwohner mussten in der Folge ihre Häuser räumen.

    Experten glauben Unglück in Genua wäre vorhersehbar gewesen

    Experten hatten nach dem Unglück erklärt, der Einsturz sei wegen der vielen baulichen Mängel an der Spannbetonbrücke vorhersehbar gewesen. Die italienische Justiz ermittelt in dem Fall gegen eine Reihe von Beschuldigten und gegen die Betreiberfirma Autostrade per l'Italia (Aspi).

    Mit der Konstruktion einer neuen Brücke soll kommendes Jahr begonnen werden. Die neue Brücke wird vom italienischen Architekten Renzo Piano entworfen. Das Bauwerk soll nach Plänen der italienischen Regierung bereits im kommenden April für den Verkehr freigegeben werden.

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