Krebs

    Gefängnisstrafen für Heilpraktikerin verhängt

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    In Ingolstadt (D) wurde eine Heilpraktikerin und ein Mann zu Gefängnisstrafen verurteilt. Sie hatten Krebspatienten vorgegaukelt, ein Mittel könne sie heilen.

    heilpraktikerin
    Am Landgericht Ingolstadt kam es zu einer Verurteilung. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Heilpraktikerin wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
    • Sie verkaufte Patienten ein wirkungsloses Krebsmittel.
    • Das Verfahren dauerte zwei Jahre.

    Wegen des Verkaufs eines wirkungslosen Krebsmittels an kranke Patienten wurde eine Heilpraktikerin und der Anbieter des Mittels zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die Frau bekam wegen Betrugs und weiterer Straftaten eine dreijährige Haftstrafe. Den Mann verurteilte die Strafkammer zu insgesamt sechs Jahren und neun Monaten. Die Verurteilung fand am Freitag am Landgericht Ingolstadt am Freitag statt.

    6000 Euro für Mittel

    Wie der Vorsitzende Richter Konrad Kliegl betonte, haben die Patienten bis zu 6000 Euro für das angebliche Wundermittel gezahlt. Es sei vorgegaukelt geworden, dass mit dem Präparat binnen kurzer Zeit Krebs geheilt werden könne. Und weiter, dass es sich um ein richtiges Arzneimittel handele.

    Tatsächlich war das Mittel nicht als solches zugelassen. Die Versprechungen seien «falsch beziehungsweise frei erfunden» gewesen, betonte der Richter.

    Tabletten
    Die Ärzte vertrauen ihren Patienten, ihre gesundheitliche Situation richtig einzuschätzen und die Tabletten nur bei wirklichem Bedarf einzunehmen. (Archivbild) - pexels

    Das Verfahren lief zwei Jahre lang. Es ist laut Kliegl der bisher längste Prozess des Ingolstädter Landgerichts gewesen. Es mussten immer wieder neue Verhandlungstage geplant werden, ursprünglich sollte schon im Februar 2022 das Urteil gesprochen werden.

    Freisprüche für Heilpraktikerin und Anbieter verlangt

    Der Richter warf den Verteidigern vor, dass sie durch unnötige Anträge das Verfahren verzögert hätten. Die Anwälte der beiden Angeklagten hatten Freisprüche für ihre Mandanten verlangt.

    Der Fall des Krebs-Mittels wurde vor dem Prozess durch Berichte von «Stern TV» auf RTL bekannt. Ein renommierter Arzneimittelforscher der Universität Bremen bezeichnete in einem der Fernsehbeiträge den Verkauf des teuren Präparats als «Geschäftemacherei».

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    biontech logo
    150 Interaktionen
    Corona
    Braunschweig

    MEHR IN NEWS

    Katy Perry
    Los Angeles
    Proteste
    15 Interaktionen
    Auch in Zürich
    1 Interaktionen
    Bellinzona

    MEHR KREBS

    Kennen sich mit Verdauungstumoren bestens aus: Chefarzt Markus Weber (l.) und Oberarzt Yannick Buccella vom Stadtspital Zürich. - Ginger Hebel
    5 Interaktionen
    Tumormedizin
    Papst Leo
    7 Interaktionen
    Laut Ärzten
    asd
    41 Interaktionen
    Krankenhaus verlassen
    Krebs
    522 Interaktionen
    Alarmierend

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    a
    3 Interaktionen
    Vor Klassiker
    Schlafstörungen
    11 Interaktionen
    Deutliche Zunahme
    waffen
    12 Interaktionen
    Remscheid/Wuppertal
    Mauro Lustrinelli Béla Réthy
    39 Interaktionen
    Union im Elend