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    Galeria Karstadt Kaufhof plant Neustart

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    Deutschland,

    Nach den grossen Herausforderungen durch den Lockdown will der Warenhausriese durchstarten: Mit 600 Millionen Euro an Investitionen und wohl auch mit einem neuen Namen.

    Galeria Karstadt Kaufhof will sich strategisch komplett neu aufstellen. Foto: Oliver Berg/dpa
    Galeria Karstadt Kaufhof will sich strategisch komplett neu aufstellen. Foto: Oliver Berg/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der coronabedingte Lockdown hat Galeria Karstadt Kaufhof hart getroffen: Nun plant Deutschlands letzter grosser Warenhauskonzern einen strategischen Neustart.

    Sogar der Name des Kaufhauskonzerns soll sich ändern, wie Unternehmenschef Miguell Müllenbach in einem Interview mit dem «Handelsblatt» signalisierte.

    Noch heissen die Häuser mal Kaufhof und mal Karstadt. Doch sagte Müllenbach: «Es ist Zeit, dass man auch an der Marke sieht, dass wir jetzt ein Unternehmen sind.» Das werde auch nicht mehr lange dauern. Details nannte Müllenbach hier nicht. Doch ist auffällig, dass die Internet-Auftritte Karstadt.de und Kaufhof.de bereits unter der Marke Galeria.de vereint wurden.

    Konzept Galeria 2.0

    «Wir werden uns Ende Oktober mit unserem Konzept Galeria 2.0 strategisch komplett neu aufstellen», kündigte der Müllenbach an. Rund 600 Millionen Euro will der Konzern in den nächsten drei bis vier Jahren für den Umbau ausgeben, allein 400 Millionen Euro für die Modernisierung der 131 Warenhäuser.

    Immerhin 50 bis 60 Häuser sollen mit dem Geld komplett umgebaut werden, der Rest zumindest teilweise. Rund 200 Millionen Euro sollen in den Ausbau des E-Commerce-Angebots, in IT und Logistik fliessen.

    «Wir wollen das vernetzte Herz der Innenstadt werden - und zwar mit Konzepten, die ganz genau auf den lokalen Standort abgestimmt sind», sagte Müllenbach. Dazu will der Handelsriese seine Häuser künftig in drei unterschiedliche Kategorien einteilen: Weltstadthaus, regionaler Magnet und lokales Forum. Als Pilotfilialen sollen die Warenhäuser in Frankfurt, Kassel und Kleve dienen.

    «Bei regionalen Magneten wie beispielsweise Kassel geht es darum, das Angebot mit Services, Waren und Erlebnis anzureichern, die genau dort nachgefragt werden», erklärte Müllenbach. Galeria Karstadt Kaufhof will hier die eigene Verkaufsfläche reduzieren und damit Platz für regionale Produkte, aber auch Serviceangebote wie städtische Bürgerdienste, E-Bike-Stationen und Paketschalter schaffen.

    Ergänzt werden soll das stationäre Angebot mit einer App, in der nicht nur Parkplätze im eigenen Parkhaus und Tische im Warenhaus-Restaurant reserviert werden könne, sondern auch Angebote von Partnern - etwa Friseurtermine oder die Abholung des neuen Personalausweises im Bürgerbüro.

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