Fünfjähriger Bub stirbt wegen Helium-Ballon
Ein Helium-Ballon von der Chilbi wurde für einen Fünfjährigen aus England zur tödlichen Falle – nun warnt seine Schwester vor der unterschätzten Gefahr.

Das Wichtigste in Kürze
- In England kam ein 5-Jähriger nach der Inhalation eines Heliumballons ums Leben.
- Trotz Wiederbelebung und Spital erlag er nach sechs Tagen den schweren Hirnschäden.
- Helium ist frei verkäuflich – das Gas birgt jedoch ein tödliches Risiko.
Ein Heliumballon kostete den fünfjährigen Karlton Noah Donaghey das Leben. Seine Schwester Kaitlin erzählt im Gespräch mit der britischen «Mirror» von der Tragödie – und warnt vor der tödlichen Gefahr.
Am 23. Juni 2022 verbrachte die Familie einen sonnigen Tag im Garten. Karlton spielte im Pool, während sein Mami und seine 29-jährige Schwester Kaitlin sich um die acht Monate alten Zwillinge kümmerten.
Nach dem Baden ging Karlton ins Haus, angeblich zur Toilette. Nur wenige Minuten später fand die Mutter ihren Sohn bewusstlos auf dem Boden.
Über seinem Gesicht lag der Heliumballon, den er auf einer Chilbi bekommen hatte. Sein Mami hatte zuvor sogar die Schnur abgeschnitten, um eine Erstickungsgefahr zu vermeiden. Den Risiken von Helium war sie nicht bewusst.
Kaitlin kämpfte verzweifelt um Karltons Leben
Die 29-Jährige erinnert sich an die schrecklichen Momente: «Ich habe schlimme Kreischgeräusche gehört, die ich noch nie zuvor erlebt habe.» Als sie ins Haus lief, hielt ihr Mami Karlton bereits leblos in den Armen.
Die grosse Schwester übernahm sofort die Kontrolle über die Situation. Sie rief den Notdienst und begann mit der Wiederbelebung. «Seine Augen waren weit geöffnet. Seine Farbe war komplett weg», beschreibt sie.
Nach vier Minuten erreichten die Sanitäter das Haus in Gateshead. Sie brachten Karlton ins Krankenhaus, wo er in kritischem Zustand lag. Die Familie hoffte sechs Tage lang auf ein Wunder.
Doch Karlton erlitt schwere Hirnschäden durch den Sauerstoffmangel. Die Ärzte erklärten der Familie schliesslich, dass nichts mehr getan werden könne.
Gerichtsmediziner fordert strengere Regeln
Helium wird oft für den «quietschende Stimme»-Effekt verwendet. Viele halten es für harmlosen Spass, doch das farblose Gas entzieht innert Sekunden den Sauerstoff. Dies führt zu Bewusstlosigkeit, Hirnschäden oder Tod durch Ersticken.
Kaitlin: «Ich fühle eine grosse Verantwortung, alle darauf aufmerksam zu machen.» Sie hofft, mit ihrer Geschichte Leben retten zu können.
Die 29-Jährige zeigt sich besorgt über den Trend, Lachgas zu inhalieren. Kaitlin appelliert an junge Menschen: «Denkt an eure Familien, bevor ihr etwas so Tödliches für einen Sekundenrausch macht.
Ihr Rat für alle Eltern: «Der einzige Weg sicherzustellen, dass euer Kind kein Helium einatmet, ist, es einfach nicht zu kaufen.» Luftgefüllte Ballons täten es genauso. «Es muss nicht Helium sein.»
















