Fünf Festnahmen in Frankreich nach Überfall auf Alain Prost in Nyon

Keystone-SDA
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Nyon,

Nach dem Überfall auf den ehemaligen Formel-1-Weltmeister Alain Prost im waadtländischen Nyon sind in Frankreich fünf mutmassliche Täter von der Justiz unter formelle Untersuchung gestellt worden. Dies teilte die für das Departement Val-d’Oise zuständige Staatsanwaltschaft am Montag mit.

polizei frankreich jagt
Nach dem Überfall auf den ehemaligen Formel-1-Weltmeister Alain Prost im waadtländischen Nyon sind in Frankreich fünf mutmassliche Täter von der Justiz unter formelle Untersuchung gestellt worden. (Symbolbild) - keystone

Bei den Verdächtigen handelt es sich um drei Erwachsene im Alter von 21 und 22 Jahren sowie zwei Minderjährige im Alter von 16 und 17 Jahren. Sie waren am 1. Juli festgenommen worden. Ihnen werden unter anderem bewaffneter Diebstahl, Freiheitsberaubung und Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Der 71-jährige Prost war bei dem Überfall auf sein Haus am 19. Mai leicht verletzt worden. Die Täter erbeuteten laut den französischen Behörden den Inhalt eines Tresors, darunter Luxusuhren, und flüchteten anschliessend nach Frankreich. Der Franzose lebt seit rund 15 Jahren in einer Villa in Nyon.

Die drei erwachsenen Beschuldigten wurden in Untersuchungshaft genommen. Die beiden Minderjährigen wurden unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Im Falle einer Verurteilung drohen den Verdächtigen bis zu 30 Jahre Freiheitsentzug.

Die Ermittlungen wurden auf französischer Seite von der Fahndungsabteilung der Gendarmerie in Versailles und der nationalen Kriminalpolizei geführt. Die Waadtländer Behörden unterstützten die Untersuchung im Rahmen eines internationalen Rechtshilfeverfahrens.

Die zuständige Waadtländer Staatsanwältin stellte ein entsprechendes Rechtshilfegesuch, wie Generalstaatsanwalt Eric Kaltenrieder der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Die Schweizer und französischen Ermittler hätten eng zusammengearbeitet und Informationen nahezu in Echtzeit ausgetauscht. Dies habe eine rasche Identifizierung der mutmasslichen Täter ermöglicht.

Die weitere Strafuntersuchung wird nach Angaben der Waadtländer Staatsanwaltschaft in Kürze den französischen Behörden übertragen. Mit Ausnahme eines Minderjährigen leben alle identifizierten Verdächtigen in Frankreich.

Kommentare

User #2265 (nicht angemeldet)

bin erschrocken als ich alain gelesen habe ,dachte an berset

User #4301 (nicht angemeldet)

Die Schweizer Polizei kann uns Bürger nicht schützen, soviel ist 100% sicher. Ich frage mich, wieso wir eigentlich noch Polizisten haben. Zum Bussen verteilen?

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