Frauen mit Kopftuch erleben häufig Diskriminierung

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Deutschland,

    Neue Studien zeigen, dass Frauen mit Kopftuch im Alltag besonders häufig Diskriminierung erfahren und mehrfach benachteiligt werden.

    Kopftuch Frauen
    Alice Schwarzer: «Das Kopftuch ist eine patriarchale Tradition.» (Symbolbild) - keystone

    Neue Daten aus Deutschland und Europa belegen, dass Diskriminierungserfahrungen im Alltag für viele Frauen mit Kopftuch Realität sind.

    Eine repräsentative Untersuchung des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP) zeigt, dass Musliminnen mit Kopftuch häufig benachteiligt werden. Diese Benachteiligungen treten beim Einkaufen, im Restaurant oder am Arbeitsplatz auf, wie das «Handelsblatt» berichtet.

    Trägst du selbst auch ein Kopftuch?

    Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung betont, dass das Ausmass der Benachteiligungen in vielen Lebensbereichen deutlich spürbar ist.

    Diskriminierung besonders im Job und Wohnungsmarkt

    Über 38 Prozent der muslimischen Teilnehmerinnen mit Kopftuch sagten laut der Studie, innerhalb eines Jahres Diskriminierung erlebt zu haben. Diese Zahlen zeigen das Ausmass der Benachteiligung deutlich, wie der «Nordbayerische Kurier» zusammenfasst.

    Eine europaweite Erhebung der Agentur für Grundrechte der Europäischen Union zeigt, dass Musliminnen mit religiöser Kleidung häufig diskriminiert werden. Besonders oft erfahren sie rassistische Benachteiligung in verschiedenen Lebensbereichen, wie die Untersuchung der EU-Agentur deutlich macht.

    Besonders stark zeigt sich diese Ungleichbehandlung in Arbeit und auf dem Wohnungsmarkt für betroffene Frauen. Frauen mit sichtbaren Glaubenszeichen begegnen dort höheren Hindernissen, wie die «FRA» in ihrer Untersuchung meldet.

    Diskriminierung gegen Frauen mit Kopftuch bleibt international verbreitet

    Weitere Daten des NaDiRa-Monitorings aus Deutschland zeigen, dass über 60 Prozent der muslimischen Frauen regelmässig Diskriminierungserfahrungen machen. Diese Erfahrungen hängen oft mit rassistischen oder religiösen Zuschreibungen zusammen, wie im analysiert wird.

    In Spanien hat das nationale Fraueninstitut laut der «Council on American-Islamic Relations» einen diskriminierenden Trend in Schulen festgestellt. Muslimische Schülerinnen, die ein Kopftuch tragen, seien dort wiederholt benachteiligt worden, so die Organisation, die den Bericht ausdrücklich begrüsst.

    Kopftuch Frauen
    Viele Frauen fühlen sich aufgrund ihres Kopftuchs in öffentlichen Räumen mit Vorurteilen konfrontiert. - keystone

    Auch international berichten Aktivistinnen und Betroffene von anhaltender Diskriminierung und Islamophobie gegen Frauen mit Kopftuch. Diese Benachteiligungen treten insbesondere in öffentlichen Räumen und im sozialen Umgang auf, wie «About Islam» hervorhebt.

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    Kommentare

    User #6346 (nicht angemeldet)

    In der Schweiz erleben selbst Nichtkopftuchträger Diskriminierung… also regt euch entweder ab oder richtig auf.

    User #6346 (nicht angemeldet)

    Beim Cabrio fahren ist ein Kopftuch völlig angebracht. Schützt die Frisur und ist kein religiöses Machtinstrument

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