Frankreich will Moretti-Vermögen nicht beschlagnahmen
Frankreich hat die Beschlagnahmung des Vermögens der Bar-Besitzer von Crans-Montana abgelehnt. Diese hatte die Schweiz mit einem internationalen Rechtshilfegesuch gefordert.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweiz hatte die Beschlagnahmung des Moretti-Vermögens gefordert.
- Frankreich hat diesen Antrag nun abgelehnt.
- Zwischen der Pfändung und den verfolgten Straftaten bestehe kein Zusammenhang.
Die von der Nachrichtenagentur AFP gemeldete Ablehnung der französischen Justizbehörden bestätigte die Walliser Staatsanwaltschaft am Montag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Laut AFP hatte die Schweizer Justiz Mitte Januar die Beschlagnahmung von zwei Immobilien in Cannes und in Sari-Solenzara auf Korsika beantragt, die sich im Besitz des Ehepaars Moretti befinden.
Weiter forderten sie, die Konten bei verschiedenen Bankinstituten sowie eine Lebensversicherung der Morettis zu beschlagnahmen, wie die AFP berichtete.
Frankreich sieht keinen Zusammenhang mit verfolgten Straftaten
Die geplante Pfändung des Vermögens stehe in keinem Zusammenhang mit den verfolgten Straftaten, weshalb «die Vollstreckung des Rechtshilfeersuchens abzulehnen» sei, so der Ablehnungsentscheid des französischen Richters.

Der Franzose Jacques Moretti ist gemeinsam mit seiner Ehefrau Jessica Moretti Miteigentümer der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana. Er steht im Zentrum der Ermittlungen zum Brand, bei dem an Silvester 41 Menschen starben und 115 teils schwer verletzt wurden.
Die Gemeinde, deren Präsident Nicolas Féraud am Montag vernommen wurde, hatte eingeräumt, dass in der Bar seit 2019 keine Brandschutzkontrollen mehr durchgeführt worden seien – obschon vorgeschrieben ist, solche Kontrollen jährlich durchzuführen.










