Frankreich kritisiert Fehler in Säuglingsmilch-Krise
Ein französischer Parlamentsbericht wirft dem Staat und mehreren Herstellern Fehler im Umgang mit verunreinigter Säuglingsmilch vor. Die Mängel müssten bei künftigen Krisen unbedingt berücksichtigt werden.

Auslöser der Affäre war ein Rückruf von Produkten des Lebensmittelkonzerns Nestlé im Dezember 2025. Betroffen waren Dutzende Chargen in rund 60 Ländern. Grund war der mögliche Nachweis eines Giftstoffs, der bei Babys gefährliches Erbrechen auslösen kann.
Später folgten ähnliche Rückrufe weiterer Hersteller, darunter von Danone, Lactalis sowie dem Luzerner Konzern Hochdorf mit seiner Marke Bimbosan. Gemeinsamer Ursprung war laut Bericht ein ARA-Öl eines chinesischen Zulieferers.
Die Autoren des Berichts kritisieren nun unter anderem verspätete Informationen der Behörden und zu wenig unabhängige Kontrollen. Sie stellen zudem die Frage, ob nicht sofort alle betroffenen Produkte hätten zurückgerufen werden müssen.
Die gesundheitlichen Folgen sind weiterhin unklar. In Frankreich wurden zunächst drei Todesfälle untersucht. In zwei Fällen wurde jedoch kein Zusammenhang mit der Milch festgestellt.
Der Bericht enthält zwölf Empfehlungen, darunter strengere Kontrollen und schnellere Warnsysteme für Lebensmittel für Kinder.










