Folgen des Prozesses um Waffenexporte für Heckler und Koch ungewiss

    DPA
    DPA

    Mexiko,

    Es wird untersucht, wie Waffen des Rüstungsherstellers Heckler & Koch in Unruhegebiete von Mexiko gelangen konnten. Der Hersteller selbst ist kein Angeklagter.

    Waffenhersteller Heckler & Koch ist nicht direkt angeklagt.
    Das Logo des Waffenherstellers Heckler & Koch. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Fünf Mitarbeiter einer Rüstungsfirma befinden sich vor Gericht.
    • Es geht um illegale Waffenexporte nach Mexiko.
    • Die Firma ist Nebenbeteiligte und nicht angeklagt.

    Im Prozess um umstrittene Waffenexporte der deutschen Rüstungsfirma Heckler & Koch nach Mexiko will der Anwalt des Waffenherstellers die finanziellen Folgen für die Firma gering halten.

    Er forderte am Donnerstag vor dem Stuttgarter Landgericht, das Unternehmen dürfe nur mit gut 200 000 Euro belastet werden. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer gefordert, dass von Heckler & Koch der Kaufpreis für die exportieren Waffen - 4,1 Millionen Euro - eingezogen werden sollte. Das wäre für das Unternehmen bei einem Jahresumsatz von gut 200 Millionen Euro eine durchaus relevante Summe.

    Waffenhersteller nicht angeklagt

    Der Waffenhersteller ist kein Angeklagter in dem Verfahren, sondern ein sogenannter Nebenbeteiligter. In dem Prozess geht es um die Frage, wie in den Jahren 2006 bis 2009 mehr als 4500 Sturmgewehre sowie Maschinenpistolen und Zubehör in Unruheregionen in Mexiko landen konnten, obwohl sie dorthin laut Genehmigung nicht hätten geliefert werden dürfen.

    Vor Gericht stehen fünf ehemalige Mitarbeiter der Firma. Ein früherer Geschäftsführer könnte mit einer Bewährungsstrafe davonkommen. Für einen ehemaligen Vertriebsleiter und eine ehemalige Sachbearbeiterin forderte die Staatsanwaltschaft Haftstrafen. Die Anwälte aller fünf Angeklagten fordern Freisprüche. In zwei Fällen ist auch die Staatsanwaltschaft dafür. Ein Urteil ist für den 21. Februar geplant.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Schusswaffen liegen auf einer Kiste.
    Saudi-Exportstopp
    Ein Radschützenpanzer des Typs Piranha der Schweizer Armee im Einsatz.
    3 Interaktionen
    Jemen
    Flusskreuzfahrten
    21 Interaktionen
    Von Jung bis Alt

    MEHR IN NEWS

    4 Interaktionen
    Kloten ZH
    Mark Carney
    16 Interaktionen
    Montreal
    Kloten ZH
    Kloten ZH
    4 Interaktionen
    Lörrach

    MEHR AUS MEXIKO

    Formel 1 Fernando Alonso
    «Wir wissen alle...»
    dfg
    2 Interaktionen
    Mexiko-Stadt
    Formel 1 Sergio Pérez
    2 Interaktionen
    Vor Heim-Jubiläum
    teaser
    3 Interaktionen
    Nach Sieg