Vor dem Hintergrund einer auf dem afrikanischen Kontinent drohenden Hungerkrise infolge des Ukraine-Kriegs hat der Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium, Jochen Flasbarth (SPD), Versäumnisse eingeräumt.
Ausgabe von Nahrungsmitteln in Somalia
Ausgabe von Nahrungsmitteln in Somalia - AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Staatssekretär: «Nicht die richtigen Akzente gesetzt».

«Da hat Entwicklungspolitik möglicherweise nicht die richtigen Akzente gesetzt auf nachhaltige Ernährungssicherung in diesen Ländern», sagte Flasbarth am Dienstag im ARD-«Morgenmagazin».

Es gebe einzelne afrikanische Länder, die eine Abhängigkeit von 90 oder 95 Prozent von Getreideimporten aus der Ukraine und aus Russland hätten. Dies sei «eine Fehlsteuerung der letzten Jahrzehnte - nicht nur bei uns, sondern in den Ländern auch». Der afrikanische Kontinent verfüge im Prinzip über alles, was benötigt werde, wenn auch nicht in jedem Land und jeder Region.

Es seien sofort die Mittel erheblich erhöht worden, um die Länder in dieser Ernährungskrise zu unterstützen, sagte Flasbarth. Mit diesen solle vor allem der Preisanstieg bei Lebensmitteln gedämpft werden. «Wir haben reagiert.» Russland habe sich deshalb mit seiner Erzählung nicht durchsetzten können, dass es der Westen sei, der diese Krise verursacht habe.

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