Feuer bei Airbus Tochter hat Auswirkungen auf Produktion
Nach Angaben von Premium Aerotec brach ein Brand in der Nacht auf heute Freitag aus zunächst ungeklärter Ursache im Bereich der Oberflächenbearbeitung aus.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Feuer bei Premium Aerotec verursacht einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe.
- Als der Brand ausbrach, waren keine Mitarbeiter in dem Gebäude.
Ein Feuer hat bei der Augsburger Airbus-Tochter Premium Aerotec einen Schaden von mindestens zehn Millionen Euro (11,2 Millionen Franken) verursacht. Nach Angaben des Unternehmens brach der Brand in der Nacht zu heute Freitag aus zunächst ungeklärter Ursache im Bereich der Oberflächenbearbeitung aus. Das Augsburger Werk liefert insbesondere Rumpfteile für zivile und militärische Flugzeuge an Airbus, spezialisiert ist die Fabrik auf Leichtbaukomponenten aus Kohlefaser.
Der Brand habe auf jeden Fall Auswirkungen auf die Produktion, erklärte Aerotec-Sprecherin Barbara Sagel. Es seien praktisch alle Airbus-Modelle betroffen. Konkrete Aussagen über Lieferverzögerungen könnten aber noch nicht gemacht werden. Von Airbus selbst war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Sachschaden im zweistelligen Millionenbereich
Polizei und Unternehmen gehen übereinstimmend von einem Sachschaden im zweistelligen Millionenbereich aus. Als das Feuer ausbrach, waren keine Mitarbeiter in dem Gebäude. Die Augsburger Kripo soll jetzt mit Gutachtern des Landeskriminalamtes die Ursache des Feuers ermitteln.
Premium Aerotec hat rund 10'000 Mitarbeiter. Am Hauptsitz in Augsburg arbeiten nach Unternehmensangaben etwa 4000 davon. Sie lieferten jährlich Komponenten, Baugruppen und ganze Rumpfsektionen für insgesamt mehr als 600 neue Airbus-Flugzeuge.
In Deutschland hat der Airbus-Zulieferer vier weitere Werke in Norddeutschland: in Bremen, Hamburg, Nordenham und Varel (beide Niedersachsen). Daneben gibt es eine Fabrik in Rumänien.












