Am Samstag wurde ein Mann in Frankreich festgenommen. Er wird verdächtigt, Komponenten zum Bau chemischer Waffen an Syrien geliefert zu haben.
handschellen
Ein Mann wird in Handschellen gelegt und abgeführt. (Symbolbild) - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Mann soll Komponenten zum Bau chemischer Waffen an Syrien geliefert haben.
  • Nun wurde er am Samstag in Frankreich festgenommen.

Wegen des Verdachts, Komponenten zum Bau chemischer Waffen an Syrien geliefert zu haben, ist ein Mann in Frankreich festgenommen worden.

Der Mann mit syrischen Wurzeln wurde nach Justizangaben am Samstag im Süden des Landes gefasst.

Gegen ihn werde wegen des Verdachts der Verschwörung zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit und zu Kriegsverbrechen ermittelt.

Er soll staatliche Behörden beliefert haben

Die dem Verdächtigen vorgeworfenen Taten sollen sich Ermittlern zufolge zwischen März 2011 und Januar 2018 zugetragen haben. Über eine von ihm betriebene Firma mit Sitz in Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten habe er staatliche Behörden in Syrien mit Bestandteilen zur Herstellung von Chemiewaffen beliefert.

Im vergangenen Jahr hatte eine Untersuchung der Organisation für den Verbot chemischer Waffen (OPCW) ergeben, dass die syrische Luftwaffe 2017 bei Angriffen auf das Dorf Lataminah Sarin und Chlorgas eingesetzt hatte.

Syrien war der OPCW 2013 beigetreten und hatte erklärt, alle seine chemischen Waffen zerstören zu wollen, nachdem bei einem Sarin-Angriff in der Nähe von Damaskus 1400 Menschen getötet wurden.

Mehr zum Thema:

Luftwaffe Chlorgas Damaskus OPCW