Fabrik in Russland brennt nach Raketenangriff
In der westrussischen Millionenstadt Woronesch ist offiziellen Angaben nach eine Fabrik bei einem Angriff mit Marschflugkörpern beschädigt worden.

«Zum derzeitigen Moment ist bekannt, dass es drei Verletzte gibt, davon ist einer schwer verletzt», schrieb Woroneschs Gouverneur Alexander Gussew bei Telegram. Seiner Darstellung nach hat die Flugabwehr mehrere «fliegende Hochgeschwindigkeitsziele» über der Stadt entdeckt und vernichtet, zugleich räumte er aber auch Schäden in den Produktionshallen eines Unternehmens ein. Darüber hinaus seien die Fassaden mehrerer Wohnblocks und eine Reihe von Autos zu Schaden gekommen, schrieb er.
Gussew gab keine Details zu dem Unternehmen bekannt. Der ukrainische Generalstab bestätigte später in einer Mitteilung den Angriff. Demzufolge wurde eine Fabrik getroffen, die elektronische Bauteile für Raketen produziert. «Der zerstörten Kapazitäten des Objekts verschlechtern die Fähigkeit Russlands erheblich, neue Raketen zu produzieren», hiess es. Zum Einsatz seien luftbasierte Marschflugkörper gekommen. Diese werden von Flugzeugen verschossen. Kiew verfügt über Storm Shadow aus britischer Produktion.
Die in sozialen Netzwerken kursierenden Bilder und Videos deuten auf schwere Schäden am Werk hin. Woronesch ist nur etwas mehr als 180 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion. Dazu setzt sie in den vergangenen Monaten immer häufiger auch auf Angriffe auf strategisch wichtige Objekte im Hinterland des Gegners.










