Fabrik in Russland brennt nach Raketenangriff

Keystone-SDA
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Russland,

In der westrussischen Millionenstadt Woronesch ist offiziellen Angaben nach eine Fabrik bei einem Angriff mit Marschflugkörpern beschädigt worden.

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Das russische Gebiet Woronesch ist immer wieder Ziel von Angriffen, mit denen die Ukraine Treibstoff- und Munitionslager für den militärischen Nachschub zerstören will. (Archivbild) - Andrey Arxipov/Kommersant Publishing House/AP

«Zum derzeitigen Moment ist bekannt, dass es drei Verletzte gibt, davon ist einer schwer verletzt», schrieb Woroneschs Gouverneur Alexander Gussew bei Telegram. Seiner Darstellung nach hat die Flugabwehr mehrere «fliegende Hochgeschwindigkeitsziele» über der Stadt entdeckt und vernichtet, zugleich räumte er aber auch Schäden in den Produktionshallen eines Unternehmens ein. Darüber hinaus seien die Fassaden mehrerer Wohnblocks und eine Reihe von Autos zu Schaden gekommen, schrieb er.

Gussew gab keine Details zu dem Unternehmen bekannt. Der ukrainische Generalstab bestätigte später in einer Mitteilung den Angriff. Demzufolge wurde eine Fabrik getroffen, die elektronische Bauteile für Raketen produziert. «Der zerstörten Kapazitäten des Objekts verschlechtern die Fähigkeit Russlands erheblich, neue Raketen zu produzieren», hiess es. Zum Einsatz seien luftbasierte Marschflugkörper gekommen. Diese werden von Flugzeugen verschossen. Kiew verfügt über Storm Shadow aus britischer Produktion.

Die in sozialen Netzwerken kursierenden Bilder und Videos deuten auf schwere Schäden am Werk hin. Woronesch ist nur etwas mehr als 180 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion. Dazu setzt sie in den vergangenen Monaten immer häufiger auch auf Angriffe auf strategisch wichtige Objekte im Hinterland des Gegners.

Kommentare

User #5916 (nicht angemeldet)

Ein Hund wird gefährlich, wenn man ihn in die Ecke treibt, er wird unberechenbar und er wird beissen. Ich fürchte Putins Wut und seine taktischen Atomwaffen. Ein radioaktiver Fallout in Europa wäre ein katastrophales Szenario, aber ich meine es ist möglich geworden.

edelweisz

Die Ukraine bestätigte den Angriff auf das Woronescher Halbleiterwerk. Die Anlage ist die grösste für Mikro- und Leistungselektronik und stellt Komponenten her, die in russischen Waffensystemen verwendet werden, wie für Iskander-Kurzstreckenraketensysteme, Ch-101-Marschflugkörpern sowie das Luftverteidigungssystem Pantsir-S1.

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