Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache musste vor zwei Jahren wie Sebastian Kurz zurücktreten. Auf Ibiza habe er mit vielem recht behalten.
Sebastian Kurz
Heinz-Christian Strache war der Vizekanzler von Sebastian Kurz. Wegen Korruptionsvorwürfen musste er vor zwei Jahren zurücktreten. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf Ibiza sprach Heinz-Christian Strache über den Umgang der Parteien mit den Medien.
  • Der ehemalige Vizekanzler Österreichs sagt, er habe mit vielem recht behalten.

Sebastian Kurz hat das Kanzleramt abgegeben. Der 35-Jährige sah sich mit heftigen Vorwürfen konfrontiert: Er und seine ÖVP sollen korrupt sein und für Zeitungsartikel und Umfragen bezahlt haben, die sie gut dastehen liessen. Sein ehemaliger Vizekanzler Heinz-Christian Strache musste seinen Posten vor rund zwei Jahren wegen ähnlichen Gründen räumen.

Österreichische Volkspartei
Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Sebastian Kurz (ÖVP). - Keystone

Auf Aufnahmen ist zu sehen, wie er über die mögliche Übernahme einer österreichischen Zeitung durch eine russische Oligarchin spricht. Im Gegenzug für positive Berichterstattung hätte er ihr mehrere, grosse Infrastruktur-Projekte zukommen lassen. Später wurde er wegen Bestechlichkeit verurteilt.

In einer Diskussionssendung des österreichischen TV-Senders «Puls24» äusserte sich Strache zur Affäre rund um die ÖVP und Kurz. Auf Ibiza habe er in betrunkenem Zustand Gerüchte darüber erzählt, wie die ÖVP und andere Parteien mit den Medien umgehen. Zudem habe er gesagt, dass einige Zeitungen käuflich sein könnten. «Damit habe ich recht behalten», so Strache.

Sebastian Kurz bleibt weiterhin ÖVP-Chef und wird die Fraktion im Parlament anführen. Doch die Angelegenheit sei «noch lange nicht gegessen, so Strache. Im Gegensatz dazu sei «Ibiza eine kleine Insel».

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