EU-Staaten prüfen Anfrage der Ukraine zu neuer Luftabwehr
Die EU-Staaten prüfen einen Antrag der Ukraine auf Geld für neue Flugabwehr. Das sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel bei einem Pressetermin mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Sie könne die neue Zahlungsanforderung bestätigen.

«Sie hat einen Wert von mehreren Milliarden Euro und würde die Luftverteidigung der Ukraine abdecken, einschliesslich der hochmodernen PAC-3-Patriot-Luftverteidigungssysteme.»
Gleichzeitig arbeite Europa mit der Ukraine an dem europaweiten Raketenabwehrprojekt Freya, sagte von der Leyen. Aus dem Unterstützungskredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine seien seit Juni bereits 8,5 Milliarden Euro für Drohnen und Raketen für die Ukraine bereitgestellt worden.
Die Verteidigungsminister der EU-Staaten hatten zum Wochenstart in Irland über die weitere militärische Unterstützung der Ukraine beraten. Neue Zusagen für die Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen zum Schutz vor russischen Angriffen gab es im Zuge dessen nicht. Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas hatte am Dienstag nach dem Ende der Beratungen gesagt, die Bemühungen würden fortgesetzt.
Die Ukraine hatte ihren aktuellen Bedarf an Abfangraketen zuletzt mit rund 300 Stück angegeben. Ein länger anhaltender Mangel könnte besonders mit Blick auf russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Winter problematisch werden.













