EU

    EU-Kommission will Rüstungsinvestitionen erleichtern

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Frankreich,

    Die EU will ihre Verteidigungskapazitäten massiv ausbauen, um sich gegen Bedrohungen zu wappnen.

    Rüstungsindustrie
    Die europäische Rüstungsindustrie soll schnell leistungsfähiger werden. (Archivbild) - dpa

    Investitionen in die Verteidigung sollen für die EU-Staaten künftig deutlich erleichtert werden. Angesichts wachsender Bedrohungen schlägt die Kommission vor, bürokratische Hürden abzubauen und den Zugang zu EU-Mitteln sowie gemeinsame Beschaffungen zu erleichtern, wie sie in einem neuen Massnahmenpaket für den Verteidigungsbereich mitteilte.

    So soll die europäische Rüstungsindustrie schnell leistungsfähiger werden. Über die Vorschläge wird im Europäischen Parlament und im Rat verhandelt.

    «Wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, um die europäischen Verteidigungskapazitäten bis 2030 wiederherzustellen und eine glaubwürdige Abschreckung gegen russische Aggressionen zu schaffen», sagte der EU-Kommissar für Handel, Valdis Dombrovskis, in Strassburg.

    Ausnahmeregelungen zur Beschleunigung von Projekten

    Konkret weist die Kommission die Mitgliedstaaten darauf hin, dass bestehende Ausnahmen im EU-Umweltrecht genutzt werden könnten, etwa bei Naturschutz- oder Umweltverträglichkeitsprüfungen.

    Wenn Verteidigungsvorhaben im öffentlichen Interesse liegen oder auf Krisen reagieren, soll es möglich sein, Verfahren zu erleichtern und zu beschleunigen – ohne dass das Umweltrecht geändert werden muss.

    Das Massnahmenpaket basiert auf einem Strategiepapier zur Zukunft der europäischen Verteidigung, das die Kommission im März vorgestellt hatte.

    Finanzierung durch EU-Kredite

    Um Russland und andere aggressive Akteure wirkungsvoll abzuschrecken, ist es dem Papier zufolge aus Sicht der Kommission notwendig, so schnell wie möglich bestehende militärische Fähigkeitslücken in sieben Schlüsselbereichen zu schliessen. Zu diesen gehörten Luftverteidigung und Raketenabwehr, aber auch Artilleriesysteme, Drohnen und militärische Transportkapazitäten.

    Um die Aufrüstung zu finanzieren, sind laut Kommission unter anderem EU-Kredite in Höhe von 150 Milliarden Euro sowie Ausnahmen von den strengen EU-Schuldenregeln vorgesehen. So sollen in den kommenden vier Jahren 800 Milliarden Euro mobilisiert werden.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #6143 (nicht angemeldet)

    Und die GsOA singt noch immer Schlafliedchen für unsere Politiker, mit Erfolg wie sich zeigt. 180 PzHb durch 0 ersetzt

    User #1957 (nicht angemeldet)

    Der Bundesrat hat dem dritten bilateralen Vertragspaket mit der EU zugestimmt und es in die Vernehmlassung geschickt. Alle Dokumente der Bilateralen III sind jetzt öffentlich. Damit kann eine faktenbasierte Diskussion beginnen. Eine erste Übersicht zeigt: Die Schweiz hat gut verhandelt, auch wenn sie ein paar Kröten schlucken musste. Parlament und Volk sollten die Chance, das Verhältnis zur EU stabilisieren und weiterentwickeln zu können, packen und den Bilateralen III zustimmen.

    Weiterlesen

    Scholz in Instanbul
    22 Interaktionen
    Istanbul

    MEHR IN NEWS

    Am Montagabend wurden die Kabinen zur Schwägalp transportiert.
    Neue Kabinen
    Windböe! Fitnesscenter-Dach fliegt weg – und keiner zahlt!
    «Skandal»
    Tessiner Kantonspolizei
    Leventina TI
    Erdbeben
    Nagqu

    MEHR EU

    3 Interaktionen
    Luxemburg
    EU-Parlament
    14 Interaktionen
    Strassburg
    sdf
    Alicante
    7 Interaktionen
    Brüssel

    MEHR AUS FRANKREICH

    iris monet
    3 Interaktionen
    Paris
    Stan Wawrinka
    4 Interaktionen
    Vor Dernière in Basel