Laut EU-Kommission gibt es keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken: Das US-Unternehmen L Catteron darf den deutschen Sandalenhersteller übernehmen. Birkenstock verfolgt damit vor allem ein Ziel.
Die Sandalen des Herstellers Birkenstock sind weltweit bekannt. Foto: Maja Hitij/dpa/Archiv
Die Sandalen des Herstellers Birkenstock sind weltweit bekannt. Foto: Maja Hitij/dpa/Archiv - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Europäische Kommission hat die Übernahme des weltbekannten deutschen Sandalenherstellers Birkenstock durch das US-amerikanische Unternehmen L Catterton genehmigt.

«Das Vorhaben wurde im Rahmen des vereinfachten Fusionskontrollverfahrens geprüft», teilte die Brüsseler Behörde heute mit. Demnach wirft die geplante Übernahme keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf.

Birkenstock mit Sitz im rheinland-pfälzischen Linz am Rhein hatte die Partnerschaft im Februar als nächsten logischen Schritt bezeichnet, um auch in Zukunftsmärkten wie China und Indien weiter stark zu wachsen. Die Transaktion stand bislang unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. L Catterton ist laut Mitteilung der Kommission eine Gesellschaft, die etwa im Einzelhandel, der Gastronomie und in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie tätig ist.

Birkenstock hat rund 4.300 Beschäftigte und steht nach eigenen Angaben wirtschaftlich auf stabilen Füssen. 2019 habe das Unternehmen rund 720 Millionen Euro Umsatz bei 130 Millionen Euro Nettogewinn verbucht - und auch im Corona-Jahr 2020 trotz zweimonatiger Fabrikschliessungen Erlöse etwa auf Vorjahresniveau erwirtschaftet.

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