EU

    EU-Gipfel verlangt von Türkei Verzicht auf «provokative Aktionen»

    AFP
    AFP

    Belgien,

    Die Türkei hat ein Gas-Erkundungsschiff in das mit Griechenland umstrittene Gebiet entsandt. Der EU-Gipfel fordert den Verzicht auf solche Provokationen.

    Angela Merkel
    Kanzlerin Angela Merkel bedauert die Aktionen der Türkei. - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Türkei und Griechenland befinden sich seit Monaten im Streit um Gebiete im Mittelmeer.
    • Am Montag wurde ein türkisches Erkundungsschiff in die Gebiete entsandt.
    • Der EU-Gipfel fordert Ankara dazu auf, solche Provokationen zu unterlassen.

    Die EU-Staats- und Regierungschefs haben die Türkei aufgefordert, im Konflikt um Gas-Bohrungen im östlichen Mittelmeer Gesprächsbereitschaft zu zeigen. Der EU-Gipfel bedauerte am Freitag, «erneute einseitige und provokative Aktionen» vonseiten Ankaras. Die Teilnehmer erklärten dabei erneut «volle Solidarität mit Griechenland und Zypern».

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete die jüngste Entwicklung als «bedauerlich». Sie forderte Ankara auf, stattdessen «an den positiven Aspekten» der Beziehungen zu arbeiten.

    Erkundungsschiff in umstrittenem Gebiet

    Die Türkei hatte am Montag ihr Gas-Erkundungsschiff «Oruc Reis» erneut in das umstrittene Gebiet südlich der griechischen Insel Kastelorizo entsandt. Zudem wurde die Absperrung des Küstenorts Varosha im von der Türkei militärisch besetzten Nordteil Zyperns geöffnet. Auch diese Aktion wurde von der EU als Provokation aufgefasst. Der Gipfel verwies in seiner Erklärung nun ausdrücklich auch auf Varosha.

    Heiko Maas Nikos Dendias
    Heiko Maas (SPD, r), Bundesaußenminister, und Nikos Dendias, Außenminister von Griechenland, nehmen an einem Treffen teil. - dpa

    «Der Europäische Rat fordert die Türkei nachdrücklich auf, diese Massnahmen rückgängig zu machen.» So erklärten die Staats- und Regierungschefs zu den Konfliktbereichen. Ankara müsse sich «konsequent und nachhaltig für eine Entspannung der Lage einsetzen».

    Wie schon Anfang des Monats beschlossen, wollen die Staats- und Regierungschefs zur Türkei-Frage bei ihrem Gipfeltreffen im Dezember Bilanz ziehen. Anfang Oktober hatten die Staats- und Regierungschefs Ankara mit Sanktionen gedroht, wenn es im Gas-Streit nicht einlenkt. Gleichzeitig wurden als Anreiz wirtschaftliche Vorteile wie Verhandlungen über eine Ausweitung der Zollunion mit der EU in Aussicht gestellt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    1 Interaktionen
    Brüssel
    Nikos Dendias
    13 Interaktionen
    Bei Heimflug

    MEHR IN NEWS

    Flohmarkt Kreuzlingen
    9 Interaktionen
    Nach Bombendrohung
    ex bnd chef
    6 Interaktionen
    August Hanning
    Niederbüren SG
    Niederbüren SG

    MEHR EU

    Erdbeben
    16 Interaktionen
    Brüssel
    34 Interaktionen
    Strassburg
    EU-Flagge
    5 Interaktionen
    Strassburg
    EU staatsanwaltschaft
    5 Interaktionen
    Brüssel

    MEHR AUS BELGIEN

    14 Interaktionen
    Lüttich
    Ursula von der Leyen
    56 Interaktionen
    Brüssel
    ukraine von der Leyen
    38 Interaktionen
    Haushaltsloch
    3 Interaktionen
    Vernetzung?