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    EU geht stärker gegen Geldwäsche vor

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    Frankreich,

    Die EU hat beschlossen, in Zukunft stärker gegen Geldwäsche vorzugehen. Der Bargeldverkehr soll eingeschränkt werden.

    geldwäsche der schweiz
    Europol: Netzwerk für Geldwäsche zerschlagen. - AFP/Archiv

    Käufe in Höhe von mehr als 10'000 Euro sollen künftig in der EU nicht mehr bar bezahlt werden dürfen. Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten einigten sich am Donnerstag in Strassburg auf diese Obergrenze und weitere Massnahmen, um stärker gegen Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und die Umgehung von Sanktionen vorzugehen.

    Die Mitgliedstaaten hätten allerdings die Möglichkeit, eine niedrigere Höchstgrenze festzulegen, teilten die Länder mit. In vielen Ländern der Staatengemeinschaft gelten bereits Obergrenzen. Im Nachbarland Deutschland gibt es bislang hingegen keine Grenze für das Zahlen mit Scheinen und Münzen.

    Mit den neuen Regeln würden die Vorschriften in der EU umfassend harmonisiert, hiess es. Mögliche Schlupflöcher, die von Kriminellen genutzt werden, um illegale Erlöse zu waschen oder terroristische Aktivitäten über das Finanzsystem zu finanzieren, würden geschlossen.

    Einigung muss formell angenommen werden

    Die neuen Gesetze gäben etwa den Finanzermittlungsstellen mehr Befugnisse, um Fälle von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu analysieren und aufzudecken sowie verdächtige Transaktionen auszusetzen, hiess es vom Parlament.

    Angaben der Länder zufolge müssen nun etwa neben Einrichtungen wie Banken und Kasinos auch Händler von Luxusgütern und unter anderem Edelmetallen sowie Anbieter von Krypto-Vermögenswerten ab bestimmten Summen ihre Kunden überprüfen und verdächtige Aktivitäten melden. Unter gewissen Bedingungen sollen auch Profifussballvereine und -agenten verpflichtet werden, Transaktionen zu überwachen.

    Die Einigung muss vom Parlament und vom Rat formell angenommen werden. Gelten sollen die neuen Regeln Parlamentsangaben zufolge grundsätzlich drei Jahre nach Inkrafttreten.

    Im Kampf gegen Geldwäsche ist in der EU auch eine gemeinsame Geldwäschebehörde, die «Anti-Money Laundering Authority» (AMLA) geplant. Sie soll die nationalen Aufsichtsbehörden koordinieren und unterstützen. Unter anderem Frankfurt hat sich für den Sitz der Behörde beworben.

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