EU

EU fordert vollen Zugang zu Konfliktgebieten in Äthiopien

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Äthiopien,

Die EU besteht im Äthiopienkonflikt auf vollen Zugang humanitärer Helfer zu den betroffenen Gebieten.

Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell (r) bei einem Gespräch im Europäischen Rat. Foto: Francisco Seco/AP Pool/dpa
Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell (r) bei einem Gespräch im Europäischen Rat. Foto: Francisco Seco/AP Pool/dpa - sda - Keystone/AP Pool/Francisco Seco

Das Wichtigste in Kürze

  • Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell übermittelte nach eigenen Angaben im Gespräch mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten von Äthiopien, Demeke Mekonnen, «dass die EU wegen der Lage in Tigray Alarm schlägt».

«Voller und uneingeschränkter humanitärer Zugang muss gewährt werden», twitterte Borrell am Samstag. «Das ist keine Forderung der EU - das ist internationales Recht.» Ähnliche Appelle an die äthiopische Regierung hat es in den vergangenen Wochen immer wieder gegeben.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass 2,3 Millionen Menschen in Tigray dringend Hilfe brauchen, darunter 1,3 Millionen wegen des Konflikts. Die UN und ihre Partner könnten inzwischen Gebiete erreichen, die zuvor unzugänglich gewesen seien, sagte Stéphane Dujarric, der Sprecher des UN-Generalsekretärs António Guterres, am Freitag (Ortszeit). Allerdings sei der Zugang zu den meisten Teilen des Nordwestens, Ostens und Zentrums Tigrays wegen der «andauernden Unsicherheit und bürokratischen Hürden» noch immer eingeschränkt.

Die äthiopische Regierung hatte Anfang November eine Offensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) begonnen, die in der gleichnamigen Region an der Macht war. Hintergrund des Konflikts sind Spannungen zwischen Tigray und der Zentralregierung. Addis Abeba hatte zwar die Hauptstadt von Tigray eingenommen und die Offensive für beendet erklärt, es kommt aber weiterhin zu Kämpfen. Telefon- und Internetverbindungen wurden während des Konflikts gekappt und noch immer ist die Kommunikation vielerorts eingeschränkt. Mehr als 50 000 Menschen sind bislang laut UNHCR in das Nachbarland Sudan geflohen und Tausende sind innerhalb Äthiopiens auf der Flucht.

Kommentare

Weiterlesen

Regionalzug der Deutschen Bahn
14 Interaktionen
Totgeprügelt
Crans Montana
12 Interaktionen
Brandschutz

MEHR IN NEWS

Lawine
Sulden
Wegen Verpackung
Bern

MEHR EU

Gericht
2 Interaktionen
Luxemburg
Hammergruppe
3 Interaktionen
Brüssel
EU USA
4 Interaktionen
Brüssel
EU
21 Interaktionen
Brüssel

MEHR AUS ÄTHIOPIEN

Aschewolke Vulkan Hayli Gubbi
15 Interaktionen
Aschewolke
Marbur Virus Mikroskopaufnahme
10 Interaktionen
Neun Erkrankte
Gazastreifen
4 Interaktionen
US-Friedensplan
Kirche in Äthiopien
Viele Tote