Erpressung mit Rattengift bei Babynahrung-Hersteller Hipp

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Österreich,

Mit der Drohung von Rattengift in Babynahrung wollen Unbekannte nach Angaben österreichischer Behörden den Hersteller Hipp erpressen. Betroffen sei ein Supermarkt im österreichischen Bundesland Burgenland, berichtete die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) am Samstagabend.

Hipp-Babykostgläschen stehen auf einem Tisch. Foto: Tobias Steinmaurer/APA/dpa
Hipp-Babykostgläschen stehen auf einem Tisch. Foto: Tobias Steinmaurer/APA/dpa - Keystone/APA/Tobias Steinmaurer

Die Polizei ermittelt dort auf Hochtouren. Ein Hipp-Sprecher hatte zuvor von einem «externen kriminellen Eingriff» gesprochen. «Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein», warnte das Unternehmen.

Das Unternehmen hatte in Österreich bereits am Freitagabend sein gesamtes Sortiment aus den Spar-Supermärkten zurückgerufen. Die Supermarktkette nahm alle Gläschen über Nacht aus den Regalen. Wie Ages nun mitteilte, war von der Drohung «nach derzeitigem Erkenntnisstand» eine Spar-Filiale in Eisenstadt betroffen. Es ging um das Produkt «Karotte mit Kartoffel 190 Gramm». Die manipulierten Gläschen sollen mit weissem Aufkleber und rotem Kreis gekennzeichnet worden sein.

Nach Angaben der Polizei war unter den aus den Regalen genommenen Gläschen in Österreich kein manipuliertes Produkt. Möglich sei aber, dass vor der Räumung manipulierte Gläser gekauft worden seien, sagte ein Polizeisprecher. Deshalb seien Eltern aufgerufen, ungenutzte Gläschen in den Supermarkt zurückzubringen und sich bei der Polizei zu melden, falls ihnen etwas Verdächtiges aufgefallen sei. Dies sei auch nötig, um gegebenenfalls ein Beweismittel zu haben.

Nach Angaben von Ages können Wirkstoffe in Rattengiften zu einer verminderten Gerinnungsfähigkeit des Blutes führen. Mögliche Folge seien Zahnfleischbluten, Nasenbluten, blaue Flecken oder Blut im Stuhl. Sollten Eltern solche Symptome bei ihren Kindern feststellen, die Hipp-Nahrung gegessen hatten, sollten sie unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Die Ursprünge des in Pfaffenhofen in Bayern gegründeten Familienunternehmens gehen mehr als 120 Jahre zurück. Sitz der Hipp Holding AG ist in Sachseln im Schweizer Kanton Obwalden.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #2835 (nicht angemeldet)

Wahnsiin

User #3541 (nicht angemeldet)

Ist ja noch nett, dass die sagen, wie sie die Gläschen markiert haben und welche Sorte vergiftet ist. Absolut unfassbar, so etwas. Was sind das nur für Leute?

Weiterlesen

Strasse von Hormus Blockade
57 Interaktionen
Wenige Stunden offen
magic pass
63 Interaktionen
Ski-Legende kontert

MEHR IN NEWS

4 Interaktionen
Schaffhausen
5 Interaktionen
Cancún
Spitex
Bellinzona TI

MEHR AUS ÖSTERREICH

Alexander Manninger Tribute
Zug-Tragödie
-
24 Interaktionen
Nach 7 Monaten!
signa holding
1 Interaktionen
Wien
Alexander Manninger
Mit 48 Jahren