Vulkanausbruch

    Erneut Vulkanausbruch in Island – Stadt evakuiert

    In Island ist erneut ein Vulkan ausgebrochen. Die Stadt Grindavik sowie die Touristenattraktion Blaue Lagune mussten evakuiert werden.

    Vulkan Island
    In Island ist ein Vulkan ausgebrochen. - X / @RUVfrettir

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Mittwoch ist in Island erneut ein Vulkan ausgebrochen.
    • Die Eruption sorgte für Evakuierungen.

    In Island ist es erneut zu einem Vulkanausbruch gekommen. Aufnahmen in den sozialen Medien – unter anderem aufgenommen von einer Webcam – zeigen die Eruption.

    Gemäss isländischen Medienberichten mussten Hunderte Menschen die Stadt Grindavik verlassen.

    Auch die Touristenattraktion Blaue Lagune wurde evakuiert. Dort hatten sich am Mittwochvormittag noch etwa 700 bis 800 Besucherinnen und Besucher aufgehalten. Nach dem Ausbruch riefen die Behörden den Notstand aus. Später hiess es, dass keine Menschen zu Schaden kamen.

    Seit dem vergangenen Dezember ist es bereits das fünfte solche Ereignis in der Region.

    Lava sprudelt meterhoch aus dem Boden

    Nachdem zahlreiche Erdbeben die Gegend erschüttert und bereits enormer Druck unter der Erde geherrscht hatte, brach am Nachmittag dann eine Eruption in der Nähe von Sundhnúk, nördlich von Grindavík, aus, wie der isländische Sender RUV am Mittwochnachmittag berichtete.

    Lava sprudelte meterhoch aus dem Boden. Auf bis zu 3,4 Kilometer wird die Länge des Risses in der Erde zunächst geschätzt – Tendenz steigend. «Die Erde hat sich mit grosser Kraft geöffnet», sagte Kristín Jónsdóttir, Geophysikerin beim isländischen Wetteramt.

    Bei Messungen hatten Experten den Magma-Austritt schon kommen sehen, so gross war der Druck unter der Erde. Jónsdóttir sagte, dass dies eine stärkere Eruption sei, da sich mehr Magma angesammelt habe als bei früheren Ereignissen. «Wir haben eine ganze Weile auf diesen Ausbruch gewartet, und es ist ein Glück, dass er gerade jetzt stattfand.»

    Spezielle Deiche gebaut

    Laut Benedikt Ófeigsson vom isländischen Wetteramt fliesst die Lava hauptsächlich in Richtung Westen. Es blieb zunächst offen, ob der Spalt und die Lava die Verteidigungsanlagen ausserhalb von Grindavík erreichen werden. Die Behörden haben bereits vor Monaten mit dem Bau spezieller Deiche begonnen, um mögliche Lavaströme von Häusern und kritischer Infrastruktur abzulenken.

    Ófeigsson sagte, der Ausbruch habe etwas länger gedauert als erwartet, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass es für das Magma schwieriger geworden ist, nach oben zu drängen und sich durchzusetzen. Die neue Eruption durchstiess zuvor gebildete Krater, die bereits bei vergangenen Ausbrüchen aktiv waren. Die Spalte entwickelte sich so in mehrere Richtungen.

    Kommentare

    Christoph Paul

    Grindavik ist keine Stadt sondern ein Dorf mit oft weit verstreuten Häusern

    User #931 (nicht angemeldet)

    Dadurch dass Milliarden Tonnen Eis geschmolzen sind, ändern sich die Kontinentalkräfte. Das führt zu starken Vulkan Aktivitäten.

    Weiterlesen

    Islands Aussenminister
    Grosseinsatz
    12 Interaktionen
    Lava kurz vor Stadt

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    157 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Hotel Central Interlaken
    Nahost-Konflikt
    1 Interaktionen
    Berlin

    MEHR VULKANAUSBRUCH

    Jakarta
    1 Interaktionen
    Jakarta
    guatemala feuervulkan
    4 Interaktionen
    Guatemala-Stadt
    Aurora Ramazzotti
    5 Interaktionen
    Auf Sizilien

    MEHR AUS ISLAND

    Schweizer Nati U21-EM-Qualifikation
    21 Interaktionen
    EM-Quali in Gefahr?
    Island EU
    50 Interaktionen
    Referendum
    Kristrún Frostadóttir island eu
    55 Interaktionen
    Reykjavík
    Island
    125 Interaktionen
    Knappes Resultat