Epstein-Skandal: Prinz Edward äussert sich

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Bern,

Der britische Prinz Edward hat als erstes Mitglied der Königsfamilie auf die jüngsten Entwicklungen im Epstein-Skandal reagiert – wenn auch nur recht kurz angebunden.

Prinz Edward
Der britische Prinz Edward hat als erstes Mitglied der Königsfamilie auf die jüngsten Entwicklungen im Epstein-Skandal reagiert. - imago/PPE

Auf die Frage einer CNN-Journalistin, wie er mit den Veröffentlichungen umgehe, sagte der jüngste Bruder von König Charles III.: «Es ist immer wichtig, an die Opfer zu denken.» Mit einer vielsagenden Geste fügte er hinzu: «Und wer sind die Opfer bei all dem?»

Zunächst hatte er auf die Frage, die ihm auf einem Podium beim World Governments Summit in Dubai gestellt wurde, abweisend reagiert. «Beim besten Willen: Ich bin mir nicht sicher, ob das Publikum hier auch nur im Geringsten daran interessiert ist.» Dann schwenkte er ein und hob die Opfer hervor, wobei nicht klar ist, wen er bei seiner rhetorischen Frage im Blick hatte.

Edwards anderer Bruder, Andrew, der im Zuge des Epstein-Skandals sämtliche Titel und Auszeichnungen verloren hatte, war nach der Veröffentlichung zahlreicher Dokumente des US-Justizministeriums erneut in die Schlagzeilen geraten.

Der inzwischen verstorbene US-Multimillionär Jeffrey Epstein hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Zugleich unterhielt er enge Kontakte zu höchsten Kreisen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Sowohl Andrew als auch dessen Ex-Frau Sarah Ferguson verband eine Freundschaft mit Epstein. In den zuletzt veröffentlichten Akten tauchten sie mehrfach in E-Mail-Verläufen auf. Jegliches Fehlverhalten oder Kenntnis von Epsteins Machenschaften stritten sie bislang stets ab.

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