Elektroautos sind für Fussgänger gefährlicher als Verbrenner

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Sie sind leiser als Benzinautos und oft stark motorisiert: Laut einer neuen Studie ist das Unfallrisiko für Fussgänger bei Elektroautos deutlich grösser.

    Elektroautos beschleunigen oft weitaus stärker, zudem werden sie wie alle Autos im Mittel immer schwerer.
    Elektroautos beschleunigen oft weitaus stärker, zudem werden sie wie alle Autos im Mittel immer schwerer. - Carsten Koall/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Elektrofahrzeuge sind für Fussgänger deutlich gefährlicher als Benzinautos.
    • Im Verhältnis zur gefahrenen Strecke werden mehr Fussgänger von E-Autos angefahren.
    • Dies, weil die leisen E-Autos vor allem in den lauten Städten fast nicht zu hören sind.

    Elektroautos stellen einer Studie zufolge ein grösseres Unfallrisiko für Fussgänger dar als Verbrenner. Der Auswertung zufolge werden Passanten doppelt so wahrscheinlich von Elektro- und Hybridfahrzeugen erfasst wie von Benzin- und Dieselfahrzeugen.

    Eine Ursache könne sein, dass die Elektrofahrzeuge leiser sind. Vor allem in Städten seien sie wegen der Umgebungsgeräusche weniger gut zu hören. Dies erläuterte ein Forschungsteam in der britischen Fachzeitschrift «Journal of Epidemiology and Community Health».

    Die Forschenden hatten das Unfallrisiko in Grossbritannien anhand von Daten aus den Jahren 2013 bis 2017 untersucht. Dabei wurden 96'000 Fussgängerinnen und Fussgänger untersucht, die von einem Auto oder Taxi angefahren worden sind.

    Was für ein Auto fährst du?

    Bei etwa drei Viertel der Angefahrenen sei es ein Fahrzeug mit Diesel- oder Benzinmotor gewesen (knapp 72'000). Bei zwei Prozent (etwa 1700) ein E-Auto oder Hybridauto. Bei etwa einem Viertel wurden keine Angaben gemacht.

    Jedoch muss bedacht werden, dass auf den Strassen deutlich mehr Benzinautos unterwegs sind als Elektrofahrzeuge. Die Forschenden setzten die oben aufgeführten Zahlen ins Verhältnis zur Strecke, die mit der jeweiligen Fahrzeugart zurückgelegt wurde. So berechneten sie die Unfallrate für Passanten pro 100 Millionen Meilen (etwa 160 Millionen Kilometer).

    Der jährliche Durchschnitt habe bei Elektro- und Hybridfahrzeugen (5,16) doppelt so hoch gelegen wie bei Benzinern und Dieselautos (2,40). Der Grossteil der Unfälle passiere dabei in Ballungsgebieten.

    Elektrofahrzeuge sind leise und oft stark motorisiert

    Elektroautos beschleunigen oft weitaus stärker, zudem werden sie wie alle Autos im Mittel immer schwerer. Gerade neu verkaufte E-Autos sind oft antriebsstarke, schwere SUVs oder Luxuskarossen. Analysen aus mehreren Ländern zeigten bereits, dass auf E-Autos unter anderem daher im Verhältnis mehr Verkehrsunfälle zurückgehen als auf Verbrenner.

    Elektrofahrzeuge fahren, vor allem beim Anfahren, leise. Fahrer von Elektro- oder Hybridautos sollten daher verstärkt auf Fussgängerinnen und Fussgänger achten. Diese hören sie möglicherweise nicht und könnten auf die Strasse treten, so die Forschenden.

    Zudem müsse daran gearbeitet werden, das erhöhte Risiko zu entschärfen. Zu den möglichen technischen Lösungen zählten Systeme zur Kollisionsvermeidung und autonomen Notbremsung.

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    Kommentare

    User #4095 (nicht angemeldet)

    Selten so einen Unsinn gelesen, alle ab 1.7.2021 zugelassenen BEVs sind mit einem Fussgänger Warnsystem ausgestattet, welches bis 32 km/h beim Vorwärts oder Rückwärts Fahren deutlich zu hören ist. Wer natürlich die Ohren voller Musik Abspiel Pods hat und die Augen nicht vom Smartphone abwenden kann, der riskiert auch von einem Tram oder Bus überfahren zu werden. Augen auf, gilt damals wie auch heute und schon klappt es mit der Sicherheit.

    User #4021 (nicht angemeldet)

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