E-Auto bringt Versicherern neue Risiken und Haftungsfragen

DPA
DPA

Deutschland,

Die Automatisierung und Vernetzung des Autoverkehrs bringt vielfältige neue Herausforderungen mit sich. Hersteller und Versicherer sehen grundlegende Risiko-Veränderungen.

auto
Durch die Umstellung des Autoverkehrs auf Elektro sehen sich die Versicherer ganz neuen Risiken ausgesetzt. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die wachsende Zahl von Elektroautos bedeutet für die Versicherungen ganz neue Risiken.

«Kapazitätsschwächen der Batterien, komplexe und kostspielige Reparaturen, verändertes Brandverhalten, Cyberrisiken sowie die nachhaltige Beschaffung und Entsorgung von kritischen Komponenten und Rohstoffen».

Das zählte die Allianz-Versicherung am Dienstag als Herausforderungen auf. Die Zahl der Elektroautos dürfte von heute sieben Millionen in den nächsten zehn Jahren auf 100 Millionen steigen. Das werde die Risiken für Hersteller, Zulieferer und Versicherer grundlegend verändern.

Noch seien Elektrofahrzeuge selten in Unfälle verwickelt. Aber Schäden seien meist teurer als bei konventionellen Autos: «Wenn die Batterie in einem Elektroauto ersetzt werden muss, kann dies in vielen Fällen einen Totalschaden bedeuten. Ausserdem können die Reparaturen meist nur in spezialisierten Werkstätten ausgeführt werden und sind damit teurer», erklärte Allianz-Technikexperte Carsten Reinkemeyer.

Bei Mängeln werde die Klärung der Haftung komplizierter - etwa bei Batterien, die die Garantien für Leistung und Lebensdauer nicht erfüllen oder die bei Überladung oder Beschädigung brennen und hohe Mengen an giftigen Gasen freisetzen. Der rasche Übergang zur E-Mobilität mit neuer Technik und kurzen Entwicklungszyklen könnte «zu einer Zunahme von Produktdefekten und Qualitätsproblemen führen und Produktrückrufe in der Automobilindustrie auslösen», erklärte die Allianz.

Mehr Vernetzung und Digitalisierung heisse auch mehr «Cyber-Schwachstellen, die böswillige Angriffe, Systemausfälle, Bugs und Störungen ermöglichen». Die Bauteile in E-Autos seien stärker integriert. Es werde komplizierter zu klären, wie sie zusammenwirken und welcher Hersteller oder Lieferant für einen Defekt oder eine Fehlsteuerung haften müsste.

Kommentare

Weiterlesen

sdf
481 Interaktionen
Über ein Jahr
Egerkinger Komitee
787 Interaktionen
Aufruf zu Hass?

MEHR IN NEWS

kevin warsh
Trumps Kandidat
s
Fehraltorf ZH
portugal
Lissabon

MEHR AUS DEUTSCHLAND

china bayer
Pharmawachstum
Selenskyj Merz ukraine
26 Interaktionen
Vorstoss