Der brutale Bandenkrieg um Drogengeschäfte in der südfranzösischen Metropole Marseille hat drei weitere Menschen das Leben gekostet.
Polizisten am Tatort in der Banlieue von Marseille
Polizisten am Tatort in der Banlieue von Marseille - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei weitere Menschen sind Opfer der Bandenkriege in Marseille geworden.
  • Zwei Männer wurden in der südfranzösischen Stadt erschossen.
  • Ausserdem wurde eine Leiche in einem ausgebrannten Auto aufgefunden.

Zwei Männer seien in der Nacht zu Sonntag erschossen worden und ein dritter tot in einem ausgebrannten Auto entdeckt worden, teilte die Staatsanwaltschaft von Marseille mit. Die Taten folgen nur drei Tage nach einer Sturmgewehrattacke auf einen Drogenverkaufspunkt vor einer Hochhaussiedlung, bei der ein 14-Jähriger starb und ein Achtjähriger verletzt wurde.

Wie die Zeitung «La Provence» unter Verweis auf die Polizei berichtete, hätten bei der jüngsten Attacke zunächst mehrere Männer aus zwei Autos heraus mit Sturmgewehren und Pistolen auf zwei Männer geschossen, die auf einer Mauer sassen.

Rettungskräfte konnten den Opfern nicht mehr helfen. Kurz darauf wurde die Polizei über die Entführung eines 27-Jährigen informiert. Das Opfer wurde später von Kalaschnikow-Schüssen durchsiebt im Kofferraum eines ausgebrannten Autos entdeckt. «Alle Opfer waren wegen Drogengeschäften bereits polizeibekannt», sagte ein Fahnder der Zeitung.

Blutige Kämpfe um Drogengeschäfte machen der Hafenstadt bereits seit vielen Jahren zu schaffen. Ebenso lange bemühen sich Politik und Polizei, der Gewalt Herr zu werden. Zuletzt am Mittwoch noch hatte in dem Zusammenhang Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin Marseille besucht. Rund ein Dutzend Tote werden alleine in diesem Jahr bereits den Bandenkriegen zugeordnet.

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