Drei Menschen tödlich verletzt – Baum hätte gefällt werden sollen
Tödliche Tragödie bei einer Ostereiersuche in Deutschland: Ein umstürzender Baum tötete drei Menschen – und war offenbar bereits zur Fällung markiert.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Ostereiersuche endete in Deutschland tödlich – ein Baum fiel auf eine Menschengruppe.
- Drei Personen starben, darunter ein zehn Monate altes Baby.
- Der Unglücksbaum war bereits markiert und sollte im kommenden Herbst gefällt werden.
Bei einer Ostereiersuche im Wald ist es in Deutschland zu einem tödlichen Unglück gekommen. In Mittelangeln bei Flensburg stürzte am Sonntag ein grosser Baum um und traf mehrere Menschen.
Drei Personen verloren ihr Leben: eine 21-jährige Mutter, ihre zehn Monate alte Tochter und eine 16-Jährige. Das Unglück ereignete sich laut Polizeiangaben gegen 11 Uhr im Waldgebiet von Satrupholm. Dort hielten sich rund 50 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreuungspersonen einer nahegelegenen Einrichtung auf.
Sie waren gerade beim Ostereiersuchen, als der Baum plötzlich umstürzte. Mehrere Menschen wurden getroffen, einige zunächst sogar eingeklemmt.
Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen noch auf Hochtouren. Doch schon jetzt zeichnet sich ab: Ausgerechnet der Baum, der das Unglück verursachte, stand offenbar bereits auf der Liste zur Fällung. Geplant war dies für den kommenden Herbst.
Baum bereits markiert
Ein dreiköpfiges Team der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten verschaffte sich am Sonntagnachmittag vor Ort einen ersten Überblick. Nach Informationen der «Bild» waren mehrere Bäume im Wald bereits mit roter Markierung versehen.
Ein klares Zeichen dafür, dass sie gefällt werden sollten. Darunter: Auch jener Baum, der am Ostersonntag zur tödlichen Gefahr wurde.
Diplom-Forstwirt Chris Freise beschreibt das Gebiet gegenüber der «Bild» als typischen Laubwald mit älteren Beständen aus Buchen und Eschen. Beim Unglücksbaum habe es sich um eine Esche gehandelt.
Eine Baumart, die unter bestimmten Bedingungen besonders riskant sein könne: «Eine solche Esche kann im Wald vor allem bei starkem Wind eine Gefahr darstellen», erklärt der Experte.

Häufig befinde ich mich sogenanntes Totholz in den Kronen, das sich lösen und herabstürzen könne. Sein dringender Rat: Spaziergänge im Wald bei stürmischem Wetter möglichst vermeiden.
Baby starb später im Spital
Für die Opfer kam jede Hilfe zu spät: Die 21-Jährige und die 16-Jährige starben noch am Unfallort. Das Baby wurde per Rettungshelikopter in eine Klinik nach Kiel geflogen, erlag dort jedoch später seinen schweren Verletzungen. Mehr als 80 Einsatzkräfte waren im Einsatz, unterstützt von Notfallseelsorgern.
Eine 18-Jährige wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht, schwebt jedoch nach aktuellen Angaben nicht in Lebensgefahr.
Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten in Norddeutschland teils stürmische Bedingungen mit kräftigen Böen. Ob der Wind letztlich ausschlaggebend war, ist noch Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
















