Deutschland: Zweiter Castor-Behälter in Zwischenlager gebracht
Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen ist in der Nacht zum Mittwoch in Deutschland ein zweiter Atommüll-Behälter vom Forschungszentrum Jülich in das Brennelemente-Zwischenlager Ahaus gebracht worden.

Am frühen Morgen traf der Castor in Ahaus ein, wie ein Polizeisprecher berichtete. Der Transport sei ohne besondere Vorkommnisse erfolgt.
Wie schon beim ersten Castor-Transport vor vier Wochen demonstrierten Atomkraftgegner gegen die Transporte. Sie hatten sich am Abend zu Mahnwachen in Jülich, Ahaus und an der Transportstrecke in Bottrop – alle im westdeutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen – versammelt. Ein Plakat in Jülich nannte die Transporte «konzeptlos, überflüssig und gefährlich».
In Ahaus nahmen an einer Kundgebung nach Angaben der Veranstalter rund 300 Menschen teil. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf 180.
Bei dem zu transportierenden Atommüll handelt es sich um rund 300.000 Brennelemente-Kugeln aus einem 1988 abgeschalteten Versuchsreaktor in Jülich. Sie befinden sich in 152 speziellen Schutzbehältern, sogenannten Castoren. Im Jahr 2014 hatte die Atomaufsicht von Nordrhein-Westfalen angeordnet, das Zwischenlager in Jülich zu räumen.
Es gibt in Deutschland derzeit noch keine Endlager, in denen auf Hunderttausende Jahre hinweg strahlender Atommüll sicher gelagert werden soll. Stattdessen gibt es sechzehn Zwischenlager, unter anderem in Ahaus.










