Deutscher Lokführer blockiert 26 Züge
Ein deutscher Lokführer stoppte seinen Güterzug für ein betrunkenes Nickerchen. 26 Züge hatten deswegen insgesamt 1124 Minuten Verspätung.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein betrunkener Lokführer stoppte seinen Güterzug für ein Nickerchen.
- Beim nächsten Bahnhof stieg er anschliessend aus und wurde der Polizei übergeben.
- 26 Züge waren betroffen, es kam insgesamt zu einer Verspätung von 1124 Minuten.
Ein ungewöhnlicher Zwischenfall sorgte in Nordrhein-Westfalen für grosse Verspätungen im Schienenverkehr. Der betrunkene Lokführer eines Güterzugs machte ein Nickerchen und blockierte eine Strecke lange Zeit.
Wie die «Bild» berichtet, stoppte der Güterzug am Mittwoch zwischen Heessen und Ahlen ohne erkennbaren Grund. Der Fahrdienstleiter und die Notfallleitstelle konnten den Lokführer nicht erreichen.
Der Lokführer eines entgegenkommenden Zugs fuhr langsam vorbei und schaute in den Güterzug rein. Dort sah er den 31-jährigen Lokführer schlafend im Führerstand.
Der vorbeifahrende Lokführer informierte sofort die Notleitstelle, die die Bundespolizei einschaltete.
Lokführer verweigerte Atemalkoholtest
Als diese aber am Ort eintraf, war der Güterzug schon wieder weg. Das Nickerchen war wohl bloss ein kurzer Powernap.
Im Güterbahnhof Ahlen hielt der Lokführer erneut an und stieg aus seinem Zug aus. Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn stoppte ihn und übergab ihn der Polizei.
Der 31-Jährige verweigerte laut Polizeiangaben einen Atemalkoholtest. Weil er aber deutliche Anzeichen von Trunkenheit zeigte, wurde eine Blutprobe entnommen.
Sein Güterzug blockierte die Bahnstrecke zwischenzeitlich komplett. 26 Züge waren davon betroffen. Insgesamt belief sich die Verspätung auf 1124 Minuten.















