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    Deutscher Bundestag erinnert an queere NS-Opfer

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Am Holocaust-Gedenktag ruft die deutsche Bundestagspräsidentin zum Gedenken an die queeren Opfer auf. Viele seien aufgrund ihrer Identität deportiert worden.

    Ehrung homosexueller Opfer des Nationalsozialismus
    25.01.2023, Berlin: Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) legt einen Kranz an der Gedenktafel ·Rosa Winkel· am Nollendorfplatz für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen nieder. Foto: Jens Kalaene/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bärbel Bas ruft zum Gedenken an die queeren Opfer des Nationalsozialismus auf.
    • «Viele wurden für medizinische Experimente missbraucht», sagte Bas.
    • Auch mit Blick auf die heutige Zeit warnt sie vor

    Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages hat die deutsche Bundestagspräsidentin Bärbel Bas zum Gedenken an die Menschen aufgerufen, die in der NS-Zeit wegen ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität verfolgt und ermordet wurden.

    «Wer nicht den nationalsozialistischen Normen entsprach, lebte in Angst und Misstrauen», sagte die SPD-Politikerin bei einer Gedenkstunde im Bundestag am Freitag. «Am härtesten traf es die vielen Tausend Frauen und Männer, die aufgrund ihrer Sexualität – teils unter Vorwänden – in Konzentrationslager deportiert wurden.»

    Bas mahnt, bei Diskriminierung genauer hinzusehen

    Viele dieser Menschen waren allgegenwärtiger Gewalt demnach ungeschützt ausgesetzt. «Viele wurden für medizinische Experimente missbraucht», sagte Bas. «Die meisten kamen schon nach kurzer Zeit um oder wurden ermordet.» Es sei die Aufgabe jeder Generation, sich von Neuem mit den Verbrechen der Geschichte auseinanderzusetzen und die Geschichte aller Verfolgten zu erzählen. Auf die Anerkennung als Opfer der Nationalsozialisten hätten sexuelle Minderheiten lange vergebens gewartet.

    Bundestag
    Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) während der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag. Bernd von Jutrczenka/dpa - dpa

    Auch mit Blick auf die heutige Zeit mahnte Bas, bei Diskriminierungen queerer Menschen genauer hinzusehen. «Queer-feindliche Straftaten nehmen zu», sagte die SPD-Politikerin. «Schwule, Lesben und Trans-Personen werden beleidigt, bedrängt und angegriffen.»

    Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Er ist der Jahrestag der Befreiung der Überlebenden des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz 1945 durch Soldaten der Roten Armee.

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