Deutsche Bundeswehr schickt Flugzeuge für Gaza-Hilfe

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    Die deutsche Bundeswehr hat zwei Transportflugzeuge mit Hilfsgütern für Gaza nach Jordanien entsandt.

    Deutsche Bundeswehr
    Eine A400M-Maschine der deutschen Bundeswehr. Zwei solcher Transportflugzeuge wurden nach Jordanien entsandt. (Archivbild) - afp

    Die deutsche Bundeswehr hat zwei Transportflugzeuge nach Jordanien entsandt, die die notleidende Bevölkerung im Gazastreifen mit Hilfsgütern versorgen sollen.

    Die beiden Maschinen vom Typ A400M01123 seien auf dem Weg, sagte Kanzler Friedrich Merz in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem jordanischen König Abdullah II.

    «Diese Arbeit mag humanitär nur einen kleinen Beitrag leisten. Aber sie ist ein wichtiges Signal: Wir sind da, wir sind in der Region, wir helfen», sagte Merz. In Jordanien würden die Flugzeuge aufgetankt und ausgerüstet. Sie sollen dann über dem Gazastreifen Paletten mit Hilfsgütern abwerfen. Diese Einsätze (sogenannter Air Drop) würden möglicherweise schon an diesem Mittwoch, spätestens jedoch am Wochenende beginnen, sagte Merz.

    Hilfsgüter aus der Luft nur ein Tropfen auf den heissen Stein

    Jordanien sei sehr dankbar für die deutsche Unterstützung für den Air Drop, sagte König Abdullah II. «Air Drop ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Aber es stärkt den Druck auf Israel.» Der Transport von Hilfsgütern in den Gazastreifen mit Lastwagen müsse schnell in der Anzahl ermöglicht werden, die nötig sei, um die Menschen in Gaza vor dem Hungertod zu schützen.

    Auch Merz bekräftigte seine Position, dass Israel die katastrophale humanitäre Lage in Gaza schnell und entschieden verbessern müsse. «Es muss der leidenden Zivilbevölkerung menschenwürdige, dringend notwendige Versorgung zukommen lassen.» Die deutsche Regierung begrüsse die ersten Schritte der israelischen Regierung. «Aber weitere müssen folgen.»

    Erstmals wieder grössere Menge an Hilfsgütern per Lkw nach Gaza

    Israel hatte in den vergangenen Tagen nach eigenen Angaben mehrere hundert Lastwagen mit Hilfsgütern in den Gazastreifen fahren lassen, nachdem dort in den Monaten davor kaum Lebensmittel und andere Hilfe angekommen waren.

    Im März hatte die Regierung von Benjamin Netanjahu eine Totalblockade über das Gebiet verhängt. Ab Mai liess sie nur kleine Mengen an Hilfslieferungen durch. Im Gazastreifen führte dies zu einem dramatischen Mangel an Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern.

    Auch Frankreich will in den kommenden Tagen Hilfsgüter über dem Gazastreifen abwerfen. Es gehe darum, die dringendsten und grundlegendsten Bedürfnisse der Zivilbevölkerung zu decken, teilte das Aussenministerium in Paris mit. Es wird erwartet, dass auch Grossbritannien Flugzeuge stellen wird.

    Kommentare

    User #1065 (nicht angemeldet)

    das ist ein tropfen auf den heissen stein. saftige sanktionen wören wirkungsvollrt, oder die annerkennung gaza als eigener staat

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