Designer präsentieren ihre Ideen für die Zukunft

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    Deutschland,

    Haben Sie schon einmal Algen probiert? Oder sich in einer Plastikröhre mit jemanden unterhalten? Was es sonst noch in der Zukunft geben könnte, das zeigt eine Design-Schau in Hamburg.

    «Ask Me if I Believe in the Future»: Vier internationale Designerinnen und Designer zeigen im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg bis zum 23. Oktober mit ihren Arbeiten ihre Interpretation der Zukunft, ihre Erwartungen und Visionen.
    «Ask Me if I Believe in the Future»: Vier internationale Designerinnen und Designer zeigen im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg bis zum 23. Oktober mit ihren Arbeiten ihre Interpretation der Zukunft, ihre Erwartungen und Visionen. - Christian Charisius/dpa

    Welche Ideen haben Designer für die Zukunft? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg immer wieder.

    Unter dem Titel «Ask Me if I Believe in the Future» hat die Mailänder Kuratorin Maria Cristina Didero nun vier internationale Designerinnen und Designer eingeladen, in einem Projekt oder Werk ihre Interpretation der Zukunft, ihre Erwartungen und Visionen zu formulieren - zu sehen bis zum 23. Oktober.

    «Design kann sehr konkrete Lösungen vorschlagen, sich aber auch in eine mögliche Zukunft hineindenken und diese spür- und erlebbar machen», sagte Direktorin Tulga Beyerle.

    Lebensmittelproduktion ohne Umweltzerstörung

    Für die niederländische Designerin Carolien Niebling ist eine Veränderung der Lebensmittelproduktion die Voraussetzung für eine nachhaltige Zukunft, da die Lebensmittelindustrie eine der Hauptverursacherin des Klimawandels ist.

    Sie präsentiert auf Keramiktellern und riesigen Fotowänden Bilder von Pflanzen wie Algen und wilde Blätter, die ohne Umweltzerstörung gewonnen werden können. «Nachhaltig zu essen bedeutet, sich mit Nahrung auseinanderzusetzen und neugierig auf Neues zu sein, statt Angst vor Unbekanntem zu haben», sagte Niebling laut Mitteilung.

    Multifunktionale Bekleidung und Möbel

    Das italienische Designbüro Zaven hat multifunktionale Bekleidung, Möbel und Lampen entworfen, die auf vielfältige Weise genutzt werden können. So besteht der Stuhl, den das Büro entworfen hat, aus zahlreichen Holzklötzen, die auch zu einem anderen Möbelstück zusammengesetzt werden können.

    Einen Mantel kann man sowohl als wärmendes Kleidungsstück tragen als auch als Decke oder Zelt benutzen. Inspiriert von der Corona-Pandemie hat das griechische Designstudio Objects of Common Interest eine fantasievolle Plastiklandschaft entworfen, in der sich Menschen begegnen können, ohne einander zu berühren.

    Der israelische Designer Erez Nevi Pana kann sich vorstellen, dass die Menschen irgendwann auf mehreren Planeten leben, aber immer wieder zu ihrem Heimatplaneten Erde zurückkehren. Deshalb hat er für seine Installation «Homecoming» (Nachhausekommen) ein Wasserbecken entworfen, das die Erde symbolisieren soll, einen Ladeplatz für imaginäre Raumschiffe und eine Flagge als Symbol der Welteinheit. «Unsere Einstellung zur Erde wird sich verändern. Sie wird zur Heimatbasis werden, zu der wir immer wieder zurückkehren können», sagt der Designer.

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