DAX

    Dax am Ende einer schwachen Woche klar im Plus

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    Deutschland,

    Dem Dax ist ein versöhnlicher Ausklang einer am Ende doch turbulenten Woche gelungen.

    Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
    Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • So hat der Einzelhandel seine Umsätze im September deutlich stärker gesteigert als erwartet.

    Der Kursrutsch am Vortag lockte am Freitag wieder Käufer in den Markt, zudem sorgten positive Konjunkturdaten aus den USA für gute Laune.

    So hat der Einzelhandel seine Umsätze im September deutlich stärker gesteigert als erwartet. Davon profitierte der Leitindex Dax letztlich mit einem Plus von 1,62 Prozent auf 12 908,99 Punkte. Auf Wochensicht ergibt sich gleichwohl noch ein Minus von 1,09 Prozent.

    Der MDax der 60 mittelgrossen Börsentitel stieg am Freitag um 1,10 Prozent auf 27 765,20 Zähler. Börsianer warnten derweil, dass die Stimmung unter den Investoren angesichts der vielen politischen Unsicherheiten und der weiter steigenden Corona-Zahlen angegriffen sei.

    In die Aktie von Thyssenkrupp kam Schwung. Nach den hohen Kursverlusten führte eine Übernahmeofferte von Liberty Steel für die kriselnde Stahlsparte des Essener Traditionskonzerns zu einem Kurssprung. Die Papiere waren in der Spitze um nahezu ein Viertel angesprungen, am Ende notierten sie an der MDax-Spitze knapp elf Prozent höher. Das nicht näher bezifferte Angebot des britischen Unternehmens ist nicht bindend, Thyssenkrupp will es nun prüfen.

    Von der Übernahmefantasie profitierte auch der Branchenwettbewerber Salzgitter mit einem Aufschlag von rund sechs Prozent; für die Papiere des Stahlhändlers Klöckner & Co ging es um knapp fünf Prozent nach oben.

    Im Dax verteidigten Daimler-Papiere seit dem Morgen ihren Spitzenplatz, die Anteile am Autobauer notierten zum Handelsschluss 5,5 Prozent höher. Die Stuttgarter hatten die Anleger mit Nachrichten über einen unerwartet guten Verlauf des dritten Geschäftsquartals erfreut. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sprach von einer «hervorragenden» Entwicklung.

    Hellofresh-Papiere waren auf ein Rekordhoch geschnellt, der Kochboxenversender hatte zuvor seine Prognose angehoben. Das Unternehmen gilt als Corona-Krisengewinner und ist deshalb an der Börse gefragt. Seit dem Corona-Tief im März hat sich der Kurs der Papiere mehr als verdreifacht. Am Freitag stand am Ende ein Plus von knapp sieben Prozent zu Buche. Nach bereits am Vortag angehobenen Jahreszielen stachen zudem im Nebenwerteindex SDax die Aktien von Tierbedarfshändler Zooplus mit einem Aufschlag von fast sechs Prozent hervor.

    Auf europäischer Bühne schloss der EuroStoxx 1,65 Prozent höher bei 3245,47 Punkten. In Paris zog der Cac 40 um rund 2 Prozent an, während der Londoner FTSE 100 1,5 Prozent gewann. In New York stieg der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um knapp ein Prozent.

    Der Kurs des Euro legte zu: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1741 (Donnerstag: 1,1698) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8517 (0,8549) Euro.

    Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite stabil bei minus 0,62 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,01 Prozent auf 146,46 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,12 Prozent auf 176,03 Punkte vor.

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