Mallorca, Bangkok und Co.: Schweizer zieht es in die Ferien. Doch noch könnte das Coronavirus der verdienten Erholung einen Strich durch die Rechnung machen.
Coronavirus Mallorca
Menschen liegen auf Mallorca am Strand. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Delta-Variante des Coronavirus ist weltweit auf dem Vormarsch.
  • Von den Schweizer Feriendestinationen sind insbesondere Portugal und Spanien betroffen.
  • Etwas besser sieht es derzeit in der Türkei aus.

Trotz schlechtem Wetter befindet sich die Schweiz in Ferienlaune. In diversen Kantonen stehen die Sommerferien vor der Tür – oder haben bereits begonnen. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr zieht es heuer wieder mehr Schweizer ins Ausland.

Besonders beliebt sind Sonne, Strand und Meer – am besten auf einer Insel. Doch wie steht es um Mallorca, Kreta und Co., lässt das Coronavirus die Ferien auch 2021 ins Wasser fallen? Wo braucht es eine Reiseversicherung?

Spanien mit enorm vielen Delta-Fällen

Insbesondere in Spanien sehen die Infektionszahlen derzeit alles andere als gut aus. Ende letzter Woche haben sich an einem Tag mehr als 20'000 Personen mit dem Coronavirus angesteckt.

Zum Vergleich: Das sind gleich viele Fälle wie während der zweiten Welle im vergangenen Herbst. Mitte Juni waren es noch um die 3000 Fälle pro Tag. Laut den Daten von «GisAid» steckt sich jede zweite infizierte Person mit der Delta-Variante an. In Deutschland gilt ganz Spanien – inklusive Mallorca und den Kanaren – seit letztem Freitag als Risikogebiet.

Spanien
Die täglichen neuen Infektionen mit dem Coronavirus in Spanien. - Screenshot/Worldometers

Delta-Hotspot Portugal

Auch Spaniens Nachbarland, die beliebte Feriendestination Portugal, hat mit der Delta-Variante des Coronavirus zu kämpfen. Über 84 Prozent der Ansteckungen sind auf die Mutation zurückzuführen. Dies ist hinter Grossbritannien der zweitgrösste Wert in Europa.

Die Zahl der Ansteckungen der letzten Tage sowie die sich daraus ergebende 7-Tage-Inzidenz (aktuell bei 185,2) sind stark gestiegen.

Portugal
Touristen in Portugals Hauptstadt Lissabon. - AFP

Griechenland: Verschärfungen wegen Anstieg

Ähnlich sehen die Infektionszahlen in Griechenland aus. Seit Juni sind diese erneut explodiert: In den letzten Tagen wurden drei- bis viermal so viele Ansteckungen wie noch vor einem Monat gemeldet.

Angesichts des erhöhten Touristenaufkommens im Sommer hat die griechische Regierung letzte Woche die Coronavirus-Massnahmen im Fährverkehr verschärft.

Fähren in Griechenland
Mehrere Fähren in Griechenland (Symbolbild). - Keystone

Reisende müssen bei Fahrtantritt mindestens einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Gültig sind auch ein PCR-Test von nicht mehr als 72 Stunden oder der Nachweis einer vollständigen Impfung oder einer Genesung.

Thailand aktuell stark von Coronavirus getroffen

Auch Thailand hat heute Montag strengere Massnahmen eingeführt. Diese gelten für Bangkok und neun besonders betroffene Provinzen. Das südostasiatische Land kämpft derzeit mit einer dritten schweren Corona-Welle infolge der hochansteckenden Alpha- und Delta-Varianten.

Thailand Coronavirus
Die Ansteckungen in Thailand explodieren derzeit. - Screenshot/Worldometers

Notlösung Türkei?

Deutlich besser sieht es aktuell in der Türkei aus. Laut den offiziellen Angaben sinken die Infektionen seit der dritten Welle Mitte April kontinuierlich. Um die 5000 Fälle werden pro Tag registriert. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Die Ansteckungen mit der Delta-Variante haben stark zugenommen.

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