Corona in Frankreich - Minister macht keine Prognose für Weihnachten

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    Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran gibt sich mit Blick auf das Weihnachtsfest in der Corona-Krise zurückhaltend. Er wolle keine Prognose stellen.

    Paris
    Die Sacre-Coeur in Paris. - sda - Keystone/AFP/Alain Jocard

    Das Wichtigste in Kürze

    • Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran hofft auf eine schnelle Besserung der Lage.
    • Für Weihnachten möchte er jedoch noch keine Prognose stellen.

    Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran gibt sich mit Blick auf das Weihnachtsfest in der Corona-Krise zurückhaltend. Er wolle keine Prognose stellen, wie die Lage bis dahin aussehe, sagte er dem Sender France Inter am Sonntag.

    Er hoffe inständig, dass die strengen Ausgangsbeschränkungen dann gelockert worden seien. Es sei aber noch zu früh, dies jetzt zu sagen. «Alles zu seiner Zeit», sagte Véran. So oder so werde Weihnachten dieses Jahr «etwas speziell» sein.

    Gesundheitsminister Olivier Véran
    Gesundheitsminister Olivier Véran - AFP

    Seit gut einer Woche gelten in dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern strenge Beschränkungen - die Menschen dürfen nur mit triftigem Grund vor die Tür. Es gebe Hinweise, dass die eingeleiteten Massnahmen langsam Wirkung zeigten, erklärte Véran. Aber auch hier müsse man weiter abwarten, bevor die Lage bewertet werden könne. Ende kommender Woche sei eine erste Bestandsaufnahme möglich, sagte der Minister. Die Corona-Situation in Frankreich ist ernst, das Land gehört zu den am schwersten getroffenen Staaten in Europa.

    Auf jeden Fall werde es in den kommenden Tagen eine Zunahme der Einweisungen in Krankenhäuser und auf Intensivstationen geben, sagte Véran. Dies spiegele die Situation vor den landesweiten Ausgangsbeschränkungen wieder. In einigen Teilen des Landes kommen die Intensivstationen bereits an ihre Grenzen. Am Sonntagmorgen sei erstmals ein Covid-19-Patient aus der Region Hauts-de-France im Norden Frankreichs nach Deutschland gebracht worden, teilte die regionale Gesundheitsbehörde mit.

    Frankreich verschärft Corona-Massnahmen an Gymnasien
    Frankreich verschärft Corona-Massnahmen an Gymnasien - AFP

    Zwar seien die Intensivstationen in der Region noch nicht völlig ausgelastet. «Die Belastung der Personalressourcen in den Krankenhäusern, die kontinuierliche Zunahme der Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen und die Prognosen für die nächsten Tage bedeuten jedoch, dass mit zukünftigen Schwierigkeiten bei der Betreuung von Patienten gerechnet werden muss», erklärte die Behörde. Bereits vor einigen Tagen waren Patienten aus der an Deutschland grenzenden Region Grand-Est nach Deutschland gebracht worden.

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