Commerzbank-Chefin: Weitere Gespräche mit Unicredit

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    Deutschland,

    Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp wirbt im Übernahmekampf für konstruktive Gespräche mit der italienischen Grossbank Unicredit. In einem bankintern verbreiteten Interview akzeptiert sie die baldige Führungsrolle der Italiener, die bereits Zugriff auf fast die Hälfte der Commerzbank-Aktien haben.

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    Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp wirbt im Übernahmekampf für konstruktive Gespräche mit der italienischen Grossbank Unicredit. - keystone

    Doch auch bei einer Mehrheit auf der nächsten Hauptversammlung könne die Unicredit nicht allein über wesentliche Strukturmassnahmen entscheiden. Zuerst hatte das «Handelsblatt» berichtet.

    «Es braucht zwischen unseren Häusern einen konstruktiven Dialog für einen wertschaffenden Weg nach vorn. Dazu gehört ein gemeinsames Verständnis des Geschäftsmodells und die Einbindung aller Stakeholder», sagt die Chefin der zweitgrössten Privatbank in Deutschland. Man komme mit der stärksten Commerzbank der Geschichte an den Tisch und habe breiten Rückhalt bei Aufsichtsrat, Bundesregierung und Arbeitnehmern.

    Die Konzernchefin kündigt an: «Über die kommenden Wochen und Monate werden Commerzbank und UniCredit Gespräche führen, um Schritt für Schritt festzulegen, wie wir weitermachen. Das werden wir bei der Commerzbank im Schulterschluss mit dem Aufsichtsrat sowie den Arbeitnehmervertretern und im engen Austausch mit der Bundesregierung tun.»

    Die Grossbank Unicredit hat sich auf eine baldige Kontrollübernahme bei der Commerzbank eingestellt, für die eine Genehmigung durch die EZB erforderlich ist. Diese könnte nach Einschätzung der Italiener bereits im vierten Quartal dieses Jahres vorliegen.

    Die Unicredit hatte mit einem freiwilligen Übernahmeangebot bis Anfang Juli weitere rund 17,6 Prozent der Commerzbank-Papiere an Land gezogen. Zusammen mit den 26,77 Prozent, die die Unicredit schon zuvor hielt, steigt der Anteil damit rechnerisch auf 44,37 Prozent. Zudem haben die Italiener über Kaufoptionen Zugriff auf weitere 3,22 Prozent der Commerzbank-Aktien und könnten so auf 47,59 Prozent aufstocken.

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