Den deutschschreibenden Autoren italienischer Abstammung Franco Biondi, Gino Chiellino und dem in Bern lebende Francesco Micieli wird am 14. Oktober der Chamisso-Preis/Hellerau verliehen.
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Mehrere Bücher stehen in Regalen einer Bibliothek. (Symbolbild) - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Auszeichnung wird von der Wirtschaft und Zivilgesellschaft Dresdens gestiftet.

«Wie es der Zusammensetzung der zugewanderten Bevölkerung entspricht, spielen dabei vorerst Autoren italienischer Herkunft eine entscheidende Rolle», heisst es in einer Mitteilung von Freitag.

Micieli, geboren 1956, migrierte 1965 mit seinen Eltern in die Schweiz. Erst Schauspieler und Regisseur, begann seine Schriftstellerkarriere mit Prosabüchern und Libretti. Im vergangenen Mai erschien sein Gedichtband «Der Auftrag». Von 2007 bis 2010 war er Vorsitzender des Verbandes der Autorinnen und Autoren der Schweiz.

Chiellino, 1946 geboren, kam nach Deutschland, um «die Lage der Gastarbeiter für eine soziologische Studie zu untersuchen» während Biondi, Jahrgang 1947, als ebensolcher in die BRD migrierte. Chiellino gab als Literaturwissenschaftler im Jahr 2000 das erste «Handbuch der interkulturellen Literatur in Deutschland» heraus, sein erster Roman erschien 2016: «Der Engelfotograf: Eine Kindheit in Kalabrien».

Der Chamisso-Literaturpreis wurde 2019 neu aufgelegt. Bis 2017 hatte die Robert-Bosch-Stiftung die nach dem französischen Dichter Adelbert von Chamisso (1781-1838) benannte Auszeichnung verliehen. Die Auszeichnung ist mit 15'000 Euro dotiert und würdigt wichtige Beiträge zur Gegenwartsliteratur von Autoren, die nach persönlichem Sprach- oder Kulturwechsel neue literarische Antworten auf den Wandel der globalisierten Welt geben.

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