BUND fordert Reduzierung von Pestiziden und Kehrtwende in der Agrarpolitik

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Deutschland,

Im Kampf gegen das Insektensterben haben Umweltschützer ihre Forderungen nach einer Reduzierung der Pestizide und einer Kehrtwende in der Agrarpolitik bekräftigt.

Biene vor dem Berliner Reichstag
Biene vor dem Berliner Reichstag - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Umweltschützer rufen zu verstärktem Kampf gegen anhaltendes Insektensterben auf.

Insbesondere Pestizide stellten ein enormes Risiko für Insekten dar, mahnte die Geschäftsführerin Politik und Kommunikation der Umweltorganisation BUND, Antje von Broock, am Dienstag in Berlin. «Der massive Einsatz von Ackergiften tötet weiterhin massenhaft Insekten, schädigt Pflanzen und vernichtet ganze Arten.»

Die Umweltschützerin äusserte sich im Vorfeld des Weltbienentags am Mittwoch und des weltweiten Tags der biologischen Vielfalt am Freitag. «Wir rufen die Bundesregierung auf, sich von der Agrarlobby zu emanzipieren und nicht länger deren Einflüsterungen zu folgen», erklärte von Broock. «Absichtserklärungen und unvollendete Gesetzesvorhaben werden dem Ernst der Lage längst nicht gerecht.»

Einer der Gründe für die weltweit rückläufige Zahl beispielsweise von Wildbienen und Schmetterlingen sei der Verlust von Nahrung und Lebensräumen. Der BUND kritisierte in diesem Zusammenhang erneut den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat, das die Ackerbegleitflora und somit die Lebensgrundlage vieler Insekten gefährde.

Neben einem Glyphosatverbot und der damit verbundenen Reduzierung von Pestiziden sei eine Umkehr in der Agrarpolitik unabdingbar. «Ausgeräumte Agrarlandschaften, in denen wenig summt, duftet, blüht und zwitschert, müssen der Vergangenheit angehören», mahnte von Broock. «Es ist unerlässlich, Lebensräume für den Insektenschutz in der Agrarlandschaft zu schaffen. Hecken, Säume, artenreiche Wiesen oder Flächenstilllegungen sind hierzu unverzichtbar.»

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