Buckelwal an Ostseeküste weiter in Not

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Die Sorge um einen an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Wal hält an. Am Morgen lag das Tier weiter im flachen Wasser vor dem Ort vor Timmendorfer Strand.

    Wal Ostsee
    Laut Informationen der «Bild»-Zeitung ist der Wal offenbar erneut auf einer Sandbank gestrandet. (Foto vom 24. März). - keystone

    Dem Wal gehe es unverändert, sagte Carsten Mannheimer von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er atme und gebe Geräusche von sich. Gelegentlich hebe er den Kopf.

    Wie die Rettungsversuche weitergehen, war zunächst nicht klar. Experten des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) in Büsum (Schleswig-Holstein) und der Tierärztlichen Hochschule Hannover sowie Einsatzkräfte wollten laut Mannheimer am Vormittag besprechen, wie weiter vorgegangen werde.

    Das Hochwasser gegen Mitternacht habe nicht ausgereicht, dass sich das etwa zehn Meter lange Tier aus eigener Kraft hätte freischwimmen können, sagte ein Polizeisprecher am frühen Morgen. Der Meeressäuger war nach Polizeiangaben in der Nacht zum Montag im Wasser vor dem Ortsteil Niendorf entdeckt worden.

    Helfer hatten von Montagmittag bis in die Nacht hinein vergeblich versucht, den auf einer Sandbank festsitzenden Wal in tieferes Wasser zu bekommen. Zum Einsatz kamen dabei unter anderem Polizeiboote, Schlauchboote und Drohnen der Feuerwehr, zahlreiche Helfer sowie ITAW-Experten.

    Warum der Wal vor Niendorf auftauchte, ist bislang unklar. ITAW-Expertin Stephanie Gross sagte, vielleicht sei das Tier krank oder verletzt, vielleicht auch nur erschöpft. Es könne aber auch sein, dass der Wal einfach versehentlich in dem Flachwasserbereich gelandet sei.

    Nach Angaben von Sea Shepherd handelt es sich bei dem Tier um einen Buckelwal. Sprecher Sven Biertümpfel geht davon aus, dass es vermutlich ein junger Bulle ist, weil die männlichen Tiere im Gegensatz zu den Kühen auf Wanderschaft gehen. Ausserdem sei es naheliegend, dass es sich bei dem Tier um denselben Wal handele, der seit März im nordostdeutschen Hafen von Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) gesehen wurde.

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