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    Brüssel genehmigt tschechischen Corona-Aufbauplan

    Die EU unterstützt den Corona-Wiederaufbauplan von Tschechien. Das Land erhält nun sieben Milliarden Euro aus dem Covid-Hilfsfond.

    Coronavirus - Tschechien
    Ein medizinischer Mitarbeiter im Schutzanzug und mit Gesichtsschutz kommt aus einem Zelt, das für die Entnahme von Covid-19-Tests vor dem Krankenhaus von Cheb (dt. Eger) errichtet wurde. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die EU erteilt Tschechien grünes Licht für den Corona-Wiederaufbauplan.
    • Das Land erhält rund sieben Milliarden Euro aus dem Corona-Hilfsfonds der EU.
    • Der Grossteil soll für den grünen Wandel und die Digitalisierung eingesetzt werden.

    Tschechien hat von der EU-Kommission grünes Licht für seinen Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise erhalten. Tschechien erhält rund sieben Milliarden Euro aus dem gemeinsamen Corona-Hilfsfonds der EU. Bis zur Rückkehr zur Normalität sei es noch ein langer Weg, sagte der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis am Montag in Prag bei einer Pressekonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

    Der Grossteil der Mittel soll für den Ausbau der Infrastruktur, den sogenannten grünen Wandel sowie die Digitalisierung eingesetzt werden. Davon dürften auch viele deutsche Firmen profitieren, die Tschechien als sogenannte verlängerte Werkbank nutzen. Das Land war stark von der Corona-Pandemie betroffen: Mehr als 30 300 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

    Tschechischer Mulimilliardär laut EU in Interessenskonflikt

    Zwischen Brüssel und Prag gibt es derzeit auch Konfliktpunkte. Ein vor kurzem veröffentlichter EU-Prüfbericht kam zu dem Schluss, dass der Multimilliardär Babis als Politiker und Nutzniesser von EU-Subventionen in einem Interessenkonflikt stehe. Die EU-Kommission betont, dass seit Ende 2018 keine Zahlungen mehr für Projekte geleistet wurden, die von Rechnungsprüfungen betroffen seien.

    Am Rande ihres Kurzbesuchs besichtigte von der Leyen die Prager Staatsoper, das frühere Neue deutsche Theater. Das Neorenaissance-Gebäude aus dem Jahr 1888 wurde von 2017 bis 2020 für rund 50 Millionen Euro umfassend restauriert. Dabei wurde verstärkt auf Energiesparmassnahmen geachtet.

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