Gesetz

    Britisches Unterhaus stimmt trotz Warnungen für umstrittenes Gesetz

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Belgien,

    Trotz aller Warnungen hat das britische Unterhaus für das umstrittene Binnenmarktgesetz gestimmt. Nun muss das Gesetz noch das Oberhaus passieren.

    Boris Johnson
    Der britische Premierminister Boris Johnson. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit 340 zu 256 Stimmen kam das Binnenmarktgesetz durch das Parlament in London.
    • Als Nächstes muss das Gesetz noch das Oberhaus passieren.

    Trotz aller Warnungen hat das britische Unterhaus für das umstrittene Binnenmarktgesetz gestimmt. Mit dem will Grossbritannien Teile des bereits gültigen Brexit-Deals mit der EU aushebeln. Mit 340 zu 256 Stimmen brachte Boris Johnson das Gesetz am Dienstagabend mit einer klaren Mehrheit durch das Londoner Parlament. Als nächstes muss das Gesetz noch das Oberhaus passieren.

    Die EU hatte Johnsons Pläne zuvor als Vertrauensbruch verurteilt und London aufgefordert, bis Ende September einzulenken.

    Gesetz als Sicherheitsnetz im Falle eines harten Brexits

    Die britische Regierung pocht jedoch darauf, das Gesetz werde als «Sicherheitsnetz» für den Fall eines harten Brexits gebraucht. Einige Abweichler in den eigenen Reihen hatte Johnson zuvor auf Linie gebracht, indem er ihnen weitere parlamentarische Kontrolle zugesichert hatte. Einige Torys, darunter auch Ex-Premierministerin Theresa May, hatten bis zuletzt Kritik geäussert. Ein Änderungsantrag der Labour-Partei, der die umstrittenen Passagen des Gesetzes ändern sollte, war am Dienstag zuvor abgelehnt worden.

    Letzte Verhandlungsrunde startete heute Dienstag

    Trotz des Konflikts mit der EU starteten die Verhandlungsteams beider Seiten am Dienstag. In Brüssel, wo die neunte und vorerst letzte geplante Verhandlungsrunde über einen Handelspakt stattfand. Obwohl die Zeit immer knapper wird, stocken die Verhandlungen noch immer. Insbesondere über die Regeln zur Fischerei und zur staatlichen Unterstützung britischer Unternehmen werden sich die Unterhändler bislang nicht einig.

    Zum Jahreswechsel, wenn die Brexit-Übergangsphase ausläuft, droht der harte wirtschaftliche Bruch mit Zöllen und anderen Handelshürden.

    Kommentare

    Weiterlesen

    London
    Britische Umfrage
    Boris johnson arme
    60 Interaktionen
    Rhetorik wie Trump
    Rente
    Vorsorge

    MEHR IN NEWS

    chile
    San Antonio
    aRGENTINIEN
    Puerto Madryn
    1 Interaktionen
    Santa Fe

    MEHR GESETZ

    De Meuron herrenlose Grundstücke
    21 Interaktionen
    Herrenlose Flächen
    12 Interaktionen
    Washington
    3 Interaktionen
    Neues Gesetz
    Solothurn

    MEHR AUS BELGIEN

    Radar Autofahrer
    19 Interaktionen
    Zu schnell
    elektroautos
    36 Interaktionen
    Automarkt
    6 Interaktionen
    Brüssel
    EU Sanktionsliste
    6 Interaktionen
    Russischer Oligarch