Britische Pflegekräfte verletzen sich häufiger bei der Arbeit

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Laut einer Umfrage verletzen sich britische Pflegekräfte häufiger bei der Arbeit als noch vor zehn Jahren. Die Pandemie hat dabei einen erheblichen Einfluss.

    Coronavirus - Britische Pflegekräfte
    ARCHIV - 17.03.2021, Grossbritannien, Cambridge: Pflegemitarbeiter kümmern sich auf der Intensivstation im Royal Papworth Hospital um Patienten mit Covid-19. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Zahl der verletzten Pflegekräfte hat in England in den letzten zehn Jahren zugenommen.
    • Faktoren sind dabei vor allem die Pandemie und das schlecht ausgebildete Personal.
    • Die Gewerkschaft der Pflegekräfte will, dass das Problem besser angegangen wird.

    Überarbeitung in der Corona-Pandemie, zu wenig Personal: Britische Pflegekräfte verletzen sich bei der Arbeit häufiger mit spitzen oder scharfen Gegenständen als noch vor einigen Jahren. Das geht aus einer Umfrage der britischen Gewerkschaft der Krankenschwestern und Pfleger hervor. Demnach gaben 15 Prozent der rund 7500 befragten Mitglieder an, sich im vergangenen Jahr sogenannte Nadelstichverletzungen zugezogen zu haben. Im Jahr 2008 waren es nur zehn Prozent.

    Als mögliche Gründe dafür nannten sie unter anderem Übermüdung in der Pandemie, Personalengpässe und fehlende Mülleimer für die scharfen Objekte. Nach Ansicht eines Zehntels der Befragten erhöhte auch das Tragen von Corona-Schutzkleidung die Gefahr von Verletzungen.

    Es handle sich um ein Problem, das noch nicht ausreichend angegangen werde, sagte Jude Diggins vom Royal College of Nursing. Sie fügte hinzu: «Die meisten Verletzungen mit scharfen Gegenständen können verhindert werden. Es gibt rechtliche Vorgaben für Arbeitgeber, Schritte einzuleiten, um das Pflegepersonal vor Gefahren wie Krankheitserreger durch scharfe Objekte zu schützen.»

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